Angriffe auf Donauhäfen

Russland und das Getreide

(02.08.2023) Bei russischen Drohnenangriffen ist nach ukrainischen Angaben Hafeninfrastruktur in der südukrainischen Region Odessa beschädigt worden. Zudem seien fast 40.000 Tonnen Getreide vernichtet worden, hieß es am Mittwoch von den Behörden. Laut der Armee wurden iranische Shahed-136-Drohnen vom Asowschen Meer aus über das Schwarze Meer abgefeuert. Auch wurde Behörden zufolge die Hauptstadt Kiew in der Nacht auf Mittwoch aus verschiedenen Richtungen mit Drohnen beschossen.

Demnach kam es bei den Angriffen zwar zu Schäden, Opfer wurden aber nicht bekannt. "Das offensichtliche Ziel des Feindes war die Hafen- und industrielle Infrastruktur der Region", schrieb die Einsatzleitung Süd der ukrainischen Armee über die Angriffe in der Region Odessa im Onlinedienst Telegram. Es sei zu Bränden in Einrichtungen der Hafen- und Industrieinfrastruktur gekommen, erklärte Regionalgouverneur Oleg Kiper. Außerdem sei ein Aufzug beschädigt worden.

Der ukrainische Vizepremier Olexander Kubrakow teilte am Nachmittag mit, dass in den Getreidehäfen fast 40.000 Tonnen Getreide vernichtet worden sei. Die Lieferungen seien für afrikanische Länder, China und Israel bestimmt gewesen, schrieb Kubrakow auf Twitter (neuerdings "X"). Russland hat seine Angriffe auf die Agrar- und Hafenstruktur der Ukraine verstärkt, seit es das Getreideabkommen vor über zwei Wochen ausgesetzt hat. Betroffen sind die Häfen am Schwarzen Meer und zunehmend auch an der Donau. Damit wird die Ausweichroute für Getreideausfuhren über den Fluss via Rumänien erheblich beeinträchtigt.

Der Hafen Ismajl im Donau-Delta sei das Hauptziel der russischen Streitkräfte, hieß es in Branchenkreisen. Der Schaden sei schwerwiegend. Die ukrainische Staatsanwaltschaft veröffentlichte Bilder, auf denen ein zerstörtes Gebäude und mindestens zwei beschädigte Silos zu sehen sind, aus denen Getreide strömt. Laut zwei Insidern wurde der Betrieb des Hafens mittlerweile eingestellt. "Leider gibt es Schäden", erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram. "Die bedeutendsten befinden sich im Süden des Landes. Russische Terroristen haben erneut Häfen, Getreide und die globale Ernährungssicherheit angegriffen."

Der rumänische Präsident Klaus Johannis (Iohnannis) bezeichnete die "anhaltenden Angriffe auf die ukrainische zivile Infrastruktur an der Donau" in der Nähe Rumäniens als "inakzeptabel". "Das sind Kriegsverbrechen und sie beeinträchtigen die Fähigkeit der Ukraine, Nahrungsmittel an Bedürftige in der Welt zu befördern", teilte Johannis am heutigen Mittwoch in den Online-Netzwerken mit.

(fd/apa)

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