Athen im Feuer!

Siesta gegen Hitze?

(18.07.2023) Der Urlaub im Großraum Athen ist aktuell aus mehreren Gründen zu heiß. Die griechische Feuerwehr kämpft den zweiten Tag in Folge gegen zahlreiche Brände, die im Großraum Athen am Montag ausgebrochen waren. Wie ein Sprecher heute mitteilte, werden zur Verstärkung je zwei Löschflugzeuge aus Italien und Frankreich erwartet. Sorgen bereiten zwei Brände, die rund zehn und etwa 80 Kilometer westlich Athens am Montag tobten. Meteorologen erwarten auf der Nordhalbkugel in den kommenden Tagen neue Hitzerekorde und warnten vor Gesundheitsrisiken.

In Griechenland flammten wegen starker Winde die Brände um die Mittagszeit nahe der Ferienstadt Loutraki östlich von Athen wieder auf. Dicke Rauchschaden stiegen aus der Region Kilometer hoch in die Luft und waren auch auf Satellitenbildern zu sehen. Schwierig gestalteten sich die Löscharbeiten auch in der hügeligen Region von Vilia rund 20 Kilometer östlich von Athen, wie die Feuerwehr weiter mitteilte. Zahlreiche Ortschaften mussten vorbeugend evakuiert werden. Die Bürger wurden per SMS zum Verlassen ihrer Häuser vom Zivildienst aufgerufen.

Nach einem verhältnismäßig regnerischen und kühlen Frühjahr waren am Montag die ersten großen Vegetationsbrände in Griechenland in diesem Jahr ausgebrochen. Der Zivilschutz hatte bereits am Wochenende gewarnt: Nach mehreren Tagen mit Temperaturen über 40 Grad und einer längeren Trockenperiode sei die Waldbrandgefahr sehr groß. Die Trockenübungen der Feuerwehr sind vorbei, jetzt kämpft sie an der Feuerfront.

Zahlreiche Länder im Mittelmeerraum haben für heute den Höhepunkt der bisher heftigsten Hitzewelle des Sommers erwartet. Auf den italienischen Inseln Sizilien und Sardinien wurden nach Angaben der europäischen Raumfahrtbehörde ESA Temperaturen von bis zu 48 Grad erwartet. Der italienische Wetterdienst warnte vor "einer der intensivsten Hitzewellen aller Zeiten".

Hitze auch in der Nacht!

Die Hitzewelle in der nördlichen Hemisphäre mit immer neuen Rekorden wird sich nach Berechnungen von Meteorologen im Lauf der Woche verstärken. "Die Temperaturen in Nordamerika, Asien sowie in ganz Nordafrika und im Mittelmeerraum werden diese Woche an mehreren Tagen über 40 Grad liegen, da die Hitzewelle zunimmt", kündigte die Weltwetterorganisation (WMO) am heutigen Dienstag an. Aber auch die nächtlichen Tiefstwerte würden neue Höchstmarken erreichen. Damit steige auch das hitzebedingte Risiko einer steigenden Zahl von Herzinfarkten und Todesfällen.

Amtsärzte für "Siesta"

"Während sich die meiste Aufmerksamkeit auf die Tageshöchsttemperaturen konzentriert, sind es die Nachttemperaturen, die die größten Gesundheitsrisiken bergen, insbesondere für gefährdete Bevölkerungsgruppen", erklärte die WMO. Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach unterstützte heute die Forderung von Amtsärzten, in den Sommermonaten eine Siesta nach südeuropäischem Vorbild einzuführen. "Siesta in der Hitze ist sicherlich kein schlechter Vorschlag", schrieb der SPD-Politiker auf Twitter. "Das sollten aber Arbeitgeber und Arbeitnehmer selbst aushandeln." Medizinisch sei eine solche Maßnahme "sicher für viele Berufe sinnvoll".

Die WMO hatte jüngst offiziell einen Hitzerekord für Europa vom 11. August 2021 mit 48,8 Grad Celsius auf Sizilien anerkannt. Auch vor einem Jahr hatte eine Hitzewelle Europa mit Rekordwerten erfasst und damals wie heute kämpften die Feuerwehren in vielen Ländern gegen anhaltende Waldbrände.

(fd/apa)

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