Aus für Wendler-Doku?

RTL2 zieht Pläne zurück

(15.03.2023) Seit der Corona-Pandemie fällt Schlagersänger Michael Wendler mit verschwörerischen Aussagen auf. Die Ankündigung von RTL2, eine Show mit dem Sänger zu produzieren, polarisierte demnach auch stark. Nur einen Tag später zieht der Sender die Pläne jetzt wieder zurück.

Nach starker Kritik stoppt der deutsche Sender die geplante Doku-Soap mit dem 50-Jährigen und seiner Frau Laura. Die Sendung wird nicht produziert und ausgestrahlt werden. „Wir haben die Vehemenz der Reaktionen wahrgenommen und nehmen die Stimmen unseres Publikums ernst. Wir bitten um Entschuldigung, sollten wir hier Gefühle verletzt haben“, heißt es in einer Mitteilung von RTL2.

Kritik von Außen

Insbesondere in den sozialen Medien gab es viel Kritik an dem geplanten Format. Zu sehen sollten der in die USA ausgewanderte Sänger und seine schwangere Frau bei der Vorbereitung auf die Geburt ihres ersten gemeinsamen Kindes sein.

Zu Wort gemeldet haben sich öffentlich andere Stars des Senders, wie etwa die Reality-TV-Stars „Die Geissens“. Robert und Carmen Geiss kritisierten RTL2 für die geplante Wendler-Sendung und drohten sogar mit ihrem Abgang. „Wir distanzieren uns aufs schärfste von Corona-Leugnern und Menschen, die Deutschland als „KZ“ bezeichnen. Verschwörungsideologische Aussagen sind nicht unser Stil“, heißt es in dem Beitrag auf Instagram.

Auch RTL2 betonte in seiner Stellungnahme politisch-moralische Gründe. Der Sender distanziere sich immer von Extremismus aller Art und stehe für Weltoffenheit und Toleranz. „Es ist uns wichtig, auch nur den Anschein zu vermeiden, dass der Sender hier zu Abstrichen bereit ist. Deshalb werden wir das Projekt mit Michael Wendler nicht weiterverfolgen.“

Die Doku-Soap mit dem umstrittenen Sänger und seiner Ehefrau Laura war erst am Dienstag angekündigt worden. Geplant waren demnach sechs Teile über die Schwangerschaft von Laura Müller, die in diesem Jahr ausgestrahlt werden sollten.

Wendlers Aussagen

Spätestens seit Herbst 2020 gilt Wendler als äußerst umstrittene Figur. Er hatte damals ein Video zur Corona-Politik in Deutschland veröffentlicht. Unter anderem beschuldigte er Fernsehsender, wie seinen damaligen Haussender RTL, „gleichgeschaltet“ zu sein. RTL hatte ihn zu diesem Zeitpunkt als Juror für seine Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ verpflichtet. Der Sender nannte Wendler daraufhin einen Verschwörungstheoretiker und distanzierte sich sofort von ihm. Nach einer weiteren Äußerung von Wendler über Deutschland als „KZ“ wurde er dann komplett aus bereits gedrehten Folgen des Castingformats geschnitten. Sprechblasen ersetzten Wortmeldungen von ihm. Angeblich sei „KZ“ eine Abkürzung für „Krisen-Zentrum“ gewesen, behauptete er später. In der breiten Öffentlichkeit waren die Buchstaben jedoch als Synonym für die „Konzentrationslager“ der Nationalsozialisten wahrgenommen worden.

Danach war Wendler, vorher oft gebuchter Protagonist für Reality-Formate wie Dschungelcamp oder „Promi Big Brother“, aus großen Fernsehproduktionen verschwunden. Vor allem im Messengerdienst Telegram – der als Zufluchtsort für Menschen gilt, die Verschwörungserzählungen verbreiten – konnte man Michael-Wendler-Content noch verfolgen. Auf dem Instagram-Kanal seiner Frau Laura wurde unter anderem auch ein „Die Wendlers“-Account beim Erotikportal OnlyFans beworben.

(JS)

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