Für's Klima!

Austrian World Summit

(14.06.2022) Die Klimakrise und der Ukraine-Krieg sind bei der sechsten Ausgabe des "Austrian World Summit" in der Wiener Hofburg zentrale Themen gewesen. Bundespräsident Alexander Van der Bellen ortete Parallelen zur TV-Serie "Game of Thrones" und rief passend zum Motto "Creating Hope - Inspiring Action" zu Optimismus auf. Für ein Ende der "Sucht nach fossilen Energieträgern" trat der aus Kanada zugeschaltete Arnold Schwarzenegger ein, denn die Technik zur Energiewende gebe es bereits.

Ein "Plot Point" führte Van der Bellen zum Vergleich der gegenwärtigen Lage mit der Fantasy-Serie, denn hier wie da laute das Szenario: "Menschen verstricken sich in Kriege und Machtkämpfe miteinander und überhören die immer lauter werdenden Warnungen vor einer viel größeren Gefahr", in der Realität der Klimakrise. Ebenso erinnerte der Bundespräsident an den 30. Jahrestag des "Erdgipfels" in Rio de Janeiro, dessen Resultat ein erstes Umweltabkommen zur Bekämpfung "gefährlicher menschlicher Eingriffe in das Klimasystem" gewesen war. Getan wurde seither allerdings zu wenig, denn "immer wieder war anderes wichtiger", etwa die Finanzkrise oder aktuell die Corona-Pandemie - "und jetzt läuft uns die Zeit davon", resümierte der Bundespräsident, daher dürfe uns jetzt nichts mehr ablenken.

Kraft der Technologie als Lösung

Die Kraft der Technologie als Lösung pries Arnold Schwarzenegger, der wegen steigender Coronafallzahlen wie schon 2020 nur virtuell in der Hofburg am Bildschirm zu sehen war. Er meldete sich aus Kanada, wo der Schauspieler aktuell für eine TV-Serie vor der Kamera steht. Die Entwicklung des E-Autos und des Smartphones dienten dem "Austrian World Summit"-Initiator als anschauliche Beispiele, denn war ein Handy anfangs noch "ein Ziegel" und für Reiche leistbar, hätten jetzt Milliarden ein weitaus leistungsfähigeres Smartphone. Ähnlich sei das beim E-Auto, vor 15 Jahren noch klein und nur für Kurzstrecken tauglich, und gegenwärtig PS-stark - und endlich als SUV zu haben. Die Rede war vom elektrischen BMW-SUV iX, den Schwarzenegger in einem Werbespot in der Gestalt von Zeus beworben hatte.

Öl-Waffen-Krieg: statt Klimaschutz

Dann kam Schwarzenegger auf den Ukraine-Krieg zu sprechen, und "da muss man ehrlich sein", denn die Tausenden von Raketen, die Russland hier um Milliardenbeträge verschossen hätte, seien mit dem Ölgeld von uns mitfinanziert worden, da habe man "Blut an den Händen". "Teil der Lösung und nicht Teil des Problems" sollte hier die Rolle Europas sein, diese schulde jeder den Kindern in der Ukraine und sich selbst. Ähnlich sei das auch mit der Klimakrise, denn es gebe alle Technologien, die es zur Lösung brauche, doch zuerst muss "die Sucht nach fossilen Energieträgern" zu Ende gehen. Dann "könnten wir die Helden sein, auf die wir gewartet haben", und eine Zukunft ohne Luftverschmutzung verwirklichen, die schon jetzt jährlich sieben Millionen Menschenleben koste, sagte Schwarzenegger abschließend.

(fd/apa)

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