"Baby Blues": Mehr Hilfe

Kommt Psychotherapie im MKP?

(17.04.2023) Hast auch du während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt deines Kindes unter psychischen Problemen gelitten? Was von Verwandten oft als „Baby Blues“ abgetan wird, hat einen ernsten Hintergrund: Laut Schätzungen sind hierzulande jährlich rund 16.000 Schwangere und Mütter von psychischen Problemen betroffen. Das reicht von Schuldgefühlen, über Angst vor der Verantwortung bis hin zu echten Depressionen.

Da die Früherkennung auch bei psychischen Erkrankungen entscheidend ist, fordern Gynäkologen jetzt entsprechende Hilfsangebote im Mutter-Kind-Pass zu verankern. So sollte es neben den Untersuchungen beim Frauenarzt auch Psychotherapie-Angebote geben, so Gynäkologe Leonhard Loimer:

"Wenn dem Frauenarzt oder der Frauenärztin auffällt, dass es der werdenden Mutter psychisch nicht gut geht, dann sollte es eben ganz schnell Hilfsangebote geben, die direkt über den Mutter-Kind-Pass abgewickelt werden. Oft reicht eine Gesprächstherapie, um den Schwangeren den Druck zu nehmen."

Denn genau dieser gesellschaftliche Druck ist ein Riesenproblem, so Loimer:

"Jeder erwartet sich, dass eine Schwangere oder eine Frau, die gerade ihr Kind zur Welt gebracht hat, die glücklichste Person auf Erden ist. Dann kommen die Windeltorte, die Geschenke, die vielen Fragen - und immer haben die Frauen dann das Gefühl, dass sie strahlen müssen."

Schluss damit, sagt Loimer:

"Während der Schwangerschaft und unmittelbar nach der Geburt spielen die Hormone verrückt. Und das kann ganz schnell auf die Psyche schlagen. Das ist normal, dafür muss und darf man sich nicht schämen. Wenn wir dieses Bewusstsein schaffen, nehmen wir den Frauen den Druck und das würde die Situation schon mal deutlich verbessern."

(mc)

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