Baby ist verhungert!
Eltern als mutmaßliche Täter!
(25.03.2026) Der Tod der kleinen Ashley erschüttert Deutschland: Das nur vier Monate alte Baby soll über Wochen nicht ausreichend versorgt worden sein und schließlich verhungert sein. Vor dem Landgericht Itzehoe stehen deshalb die Eltern des Kindes wegen Mordes vor Gericht.
Baby über Wochen nicht ausreichend versorgt
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft werfen die Ermittler den beiden 24-jährigen Eltern vor, ihr Kind über einen längeren Zeitraum nicht ausreichend mit Nahrung und Flüssigkeit versorgt zu haben.
Das Mädchen starb am 26. September 2025 in Brunsbüttel. Laut bisherigen Erkenntnissen soll das Baby zuletzt extrem untergewichtig gewesen sein.
Eltern schildern bedrückende Zustände
Im Prozess gaben Mutter und Vater nun erstmals Einblicke in die letzten Lebenswochen des Kindes. Die Mutter berichtete, sie habe bemerkt, dass ihr Baby stark abgenommen habe. Die Haut habe „locker heruntergehangen“, Rippen seien sichtbar gewesen. Dennoch sei sie mit dem Kind nicht zum Arzt gegangen. Auch wichtige Vorsorgeuntersuchungen wurden laut Anklage nicht wahrgenommen. Das Baby soll zudem nicht in einem Bett, sondern in einer Babyschale geschlafen haben.
Hinweise auf Überforderung und Probleme
Im Gericht wurde deutlich, dass die Eltern offenbar stark überfordert waren. Die Mutter räumte unter anderem ein, regelmäßig Schmerzmittel eingenommen und täglich geraucht zu haben. Der Vater erklärte, er könne sich an viele Details aus den letzten Wochen kaum erinnern und habe Schwierigkeiten im Umgang mit kleinen Kindern.
Jugendamt war bereits eingeschaltet
Besonders brisant: Noch vor dem Tod des Kindes soll das Jugendamt mehrfach Kontakt zur Familie gehabt haben. Nach Aussagen der Eltern seien Mitarbeiter insgesamt dreimal vor Ort gewesen. Es habe Gespräche und Hinweise auf Hilfsangebote gegeben – konkrete Maßnahmen seien jedoch nicht umgesetzt worden.
Das Gericht muss nun klären, inwieweit die Eltern für den Tod ihres Kindes verantwortlich sind. Die Staatsanwaltschaft geht von einem schweren Fall aus und wirft den Angeklagten Mord durch Unterlassen vor. Ein Urteil steht noch aus. Der Prozess vor dem Landgericht Itzehoe wird Mitte April fortgesetzt.
Tragischer Fall wirft viele Fragen auf
Der Fall aus Schleswig-Holstein wirft nicht nur Fragen zur Verantwortung der Eltern auf, sondern auch zum Umgang mit überforderten Familien und möglichen Versäumnissen im System.
(fd)