Bad Bunny vs. MAGA
Boykott der Superbowl-Show
(06.02.2026) Bad Bunny tritt in der Halbzeitpause des Superbowls auf, was US-Präsident Donald Trumps MAGA-Bewegung wütend macht. Den Auftritt sehen sie als "unamerikanisch" an und planen ein Gegenprogramm. Die Trump-nahe Jugendorganisation "Turning Point" des im September ermordeten rechtsextremen Aktivisten Charly Kirk plant demnach eine alternative Show, die während der Halbzeitpause im Internet gestreamt werden soll. Sie soll "durch und durch amerikanisch" sein, nur "patriotische" Künstler sind vorgesehen. Sogar Boykott-Aufrufe gegen den Superbowl werden wegen Bad Bunnys Auftritt laut. Beim Superbowl handelt es sich um die größte Sportveranstaltung der USA und begeistert Millionen Menschen weltweit vor den Bildschirmen.
Sprecher der Latino-Gemeinde
Bad Bunny steht wohl für alles, was den MAGA-Anhängern ein Dorn im Auge ist. Der Puerto-Ricaner singt auf Spanisch, spricht sich offen gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE aus und thematisiert die Kolonialisierung seines Heimatlandes in seinem preisgekrönten Album "Debí tirar más fotos". Aufgrund der aktuellen Migrationspolitik unter Trump verzichtet Bad Bunny darauf, Konzerte in den USA zu veranstalten. Im September äußerte er gegenüber dem i-D-Magazin die Sorge, ICE-Beamte könnten vor seinen Konzerthallen warten, um Fans festzunehmen. Was zusätzlich zu der Entscheidung beiträgt, nicht in Nordamerika aufzutreten, ist, dass MAGA-Anhänger die Staatsbürgerschaft des Künstlers in Frage stellen. Bereits seit 1989 sind Puerto-Ricaner US-Staatsbürger, allerdings dürfen sie weder an Präsidentschafts- noch an Kongresswahlen teilnehmen.
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