Bank-Schließfächer aufgebrochen

In Mittagspause

(14.02.2026) Wieder sind in Deutschland im Keller einer Bankfiliale etliche Schließfächer aufgebrochen worden - diesmal in der Gemeinde Stuhr nahe der norddeutschen Stadt Bremen. Bisher gebe es keine Spur von den Tätern, teilte die Polizei am Freitagabend mit. Ende Dezember waren in Gelsenkirchen Einbrecher durch ein Bohrloch in den Tresorraum der dortigen Sparkasse gelangt. Sie brachen mehr als 3.000 Schließfächer auf und flohen mit Gold, Bargeld und anderen Wertsachen in Millionenhöhe.

"Zur Beute können derzeit noch keine Angaben gemacht werden", hieß es seitens der Exekutive zum Fall in Stuhr im Bundesland Niedersachsen. Die Einbrecher seien am Freitag in der Mittagspause der Bank über einen Lichtschacht in den Keller eingebrochen. Dort hätten sie mehrere Türen aufgebrochen, um zu den Schließfächern zu gelangen. Wie viele Schließfächer es in der betroffenen Volksbank-Filiale gebe und wie viele davon aufgebrochen worden seien, sei noch unklar, sagte ein Polizeisprecher am Abend.

Aufgefallen sei der Einbruch, weil Mitarbeiter der Bankfiliale plötzlich über Unwohlsein und Übelkeit geklagt hätten. Der Grund dafür sei eine unbekannte Flüssigkeit gewesen, die die Täter im Keller versprüht hätten. Worum es sich dabei handelte und wozu die Einbrecher diese Flüssigkeit genutzt hätten, sei noch unklar, sagte der Polizeisprecher.

Nachdem die Bankmitarbeiter über Übelkeit geklagt hätten, hätten Kollegen sofort den Rettungsdienst alarmiert und sämtliche Mitarbeiter aus dem Haus geholt. Der Grund für das Unwohlsein habe sich dann erst später gezeigt, erläuterte der Polizeisprecher.

Feuerwehr rückte aus

Die Gemeindefeuerwehr sei ausgerückt und habe den Bereich um die betroffene Filiale weiträumig abgesperrt. "Die Feuerwehr stellte bei der Überprüfung der Räumlichkeiten unter Atemschutz keine erhöhten Messwerte fest", hieß es von der Polizei. Zwei Mitarbeiter der Bank seien vom Rettungsdienst versorgt worden, sie seien aber nicht verletzt gewesen.

"So viel Zeit können die Täter nicht gehabt haben"

Die Bankfiliale liegt an einer belebten Straße in der Nähe des Rathauses der Kleinstadt Stuhr mit rund 33.000 Einwohnern. Ob es dort eine Kameraüberwachung im und um das Gebäude gebe, werde nun ermittelt. Auch sei noch unklar, wie viele Täter aktiv gewesen seien und wie sie geflüchtet seien.

Zu der Bank sagte der Polizeisprecher, es handle sich um eine eher kleine Filiale. Zum Zeitpunkt des Einbruchs sei die Bank wegen Mittagspause geschlossen gewesen, bevor sie am Nachmittag wieder geöffnet habe. "So viel Zeit können die Täter nicht gehabt haben", sagte der Polizeisprecher.

(APA/CD)

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