Benko bekommt Fußfessel
Von U-Haft in Hausarrest
(14.10.2026) Der bisher in der Innsbrucker Justizanstalt in Untersuchungshaft sitzende Signa-Gründer René Benko bekommt die Fußfessel. Ein entsprechender Antrag auf Überstellung in den elektronisch überwachten Hausarrest wurde Mittwochvormittag bei einer nicht öffentlichen Haftprüfungsverhandlung am Innsbrucker Landesgericht bewilligt, sagte Benko-Verteidiger Norbert Wess im Anschluss zu Journalisten.
Am Mittwoch kann Benko die Gefängnismauern wohl noch nicht hinter sich lassen, aber er gehe davon aus, dass sein Mandant noch diese Woche in den überwachten Hausarrest komme, so Wess, der den Antrag gestellt hatte. Benko, der seit Jänner 2025 in Untersuchungshaft sitzt, war selbst zu der Haftprüfung in seiner Heimatstadt erschienen. Im Anschluss verließ der 49-Jährige in Begleitung von Justizwachebeamten den Saal und wirkte durchaus erleichtert. Noch sichtbarer äußerst erfreut war sein Anwalt Wess.
Lebt künftig offenbar in angemieteter Wohnung
Der Verteidiger hatte argumentiert, dass sich Benko nur außerhalb der Justizanstalt angemessen auf die bevorstehenden komplexen Verhandlungen vorbereiten könne. Für den Hausarrest sei in Innsbruck eine eigene 60 Quadratmeter große Wohnung angemietet worden, um die Familie Benko zu schonen, hieß es in Medienberichten. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) soll hingegen eine sechsseitige Stellungnahme gegen die Gewährung einer Fußfessel eingebracht haben.
Bisher fanden die Haftprüfungsverhandlungen in der Causa Benko immer in Wien statt. Nunmehr ging dies zum ersten Mal in Innsbruck über die Bühne.
(apa/mc)