Beste Zeit für Sport!

Wissenschaftlich nachgewiesen

(13.12.2022) Zur Verhinderung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist regelmäßiger Ausdauersport eines der wichtigsten Mittel. Doch für einen optimalen Effekt kommt es laut niederländischen Wissenschaftern auch darauf an, wann das Training erfolgt. Am besten ist dazu der Vormittag geeignet, haben sie in einer Studie mit Auswertung der Daten von 86.657 Probanden jetzt belegt.

"Unabhängig von der Gesamtmenge an physischer Aktivität bringt körperliches Training am Vormittag ein geringeres Risiko für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und zeigt die potenzielle Bedeutung zeitlich abgestimmter Betätigung für die Prävention solcher Erkrankungen", schrieben vor kurzem Gali Albalak von Abteilung für Gerontologie und Geriatrie der Universität Leiden und die Co-Autoren der Studie im European Journal of Preventive Cardiology (DOI: 10.1093/eurjpc/zwac239).

Die Wissenschafter bedienten sich für ihre Untersuchung der Daten von 86.657 Briten aus der sogenannten UK Biobank, die in einer Langzeitstudie den Gesundheitszustand von 502.490 Teilnehmern beobachtet, die zwischen 2006 und 2010 aufgenommen wurden. Bei einem Teil von ihnen wurde die tägliche körperliche Aktivität inklusive der Tageszeit mit Messgeräten über eine Woche hinweg registriert. In der aktuellen Analyse handelte es sich um Personen zwischen 42 und 78 Jahren bei einem Durchschnittsalter von 61,6 Jahren. Die fast 87.000 Probanden wurden sechs Jahre lang beobachtet.

Während der Beobachtungszeit entwickelten insgesamt 2.911 Probanden eine koronare Herzkrankheit (Infarkt etc.). Zusätzlich wurden 796 Schlaganfälle registriert. Die Wissenschafter verglichen das mit der von den Probanden bevorzugten Tageszeit für körperliche Aktivitäten. Das Ergebnis, so die niederländischen Experten: "Für die koronare Herzkrankheit, Gehirnblutungen und ischämischen Schlaganfälle (Schlaganfälle durch Gehirngefäß-Verschlüsse; Anm.) ist ein klares Muster erkennbar. Relativ hohe physische Aktivität in der Nacht (0.00 Uhr bis 6.00 Uhr früh) war mit einem vergleichsweise höheren Risiko assoziiert. Relativ hohe körperliche Aktivitäten zwischen 8.00 Uhr früh und 11.00 Uhr vormittags hingegen war mit einem geringeren Risiko verbunden."

Sieht man sich die in der wissenschaftlichen Arbeit abgebildeten Zeitkurven genauer an, erweist sich physische Aktivität in etwa um 9.00 Uhr früh in der Verhinderung von Herzleiden und von jeder Art von Schlaganfällen optimal. Umgekehrt ist Frühsport gegen 5.00 Uhr oder 6.00 Uhr früh im Vergleich dazu offenbar am wenigsten wirksam. Nach Mittag pendelt das Risiko um das Mittel zwischen den größten Unterschieden.

Im Vergleich von körperlicher Betätigung am Vormittag zu physischer Aktivität erst ab der Tagesmitte brachte der zeitlich früher absolvierte Sport jedenfalls eine statistisch signifikante Verringerung des Herz-Risikos um 16 Prozent. Die Gefährdung durch Schlaganfälle ging um 17 Prozent zurück. Auch letzteres bedeutete einen statistisch signifikanten Unterschied. Die Ergebnisse waren unabhängig der Intensität körperlicher Aktivität.

Derzeit lauten die Präventions-Empfehlungen gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf wöchentlich 150 bis 300 Minuten moderater körperlicher Aktivität (aufgeteilt auf drei bis sechs Einheiten). Es können aber auch 75 bis 150 Minuten mit starker Beanspruchung während des Trainings sein.

Am wichtigsten wäre aber wohl, dass jeder Mensch insgesamt genügend körperliche Aktivität entwickelt, um per Ausdauer- und Krafttraining fit und gesund zu bleiben. Schon vor einigen Jahren rechnete man damit, dass weltweit mindestens zwei Milliarden Menschen regelmäßig zu wenig körperliche Aktivität entfalten. 15 Minuten Bewegung pro Tag senken das Mortalitätsrisiko um 14 Prozent. Täglich 15 Minuten zusätzlich bringen eine weitere Verringerung des Sterberisikos um zusätzlich vier Prozent. 50 Minuten intensive Belastung täglich halbieren die Mortalität. Als moderate körperliche Aktivität gilt Sport mit 50 bis 70 Prozent der maximalen Herzfrequenz, intensive physische Aktivität bedeutet das Erreichen von 70 bis 85 Prozent der maximalen Herzfrequenz.

(MK/APA)

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