Bier mit Hilfe von KI gebraut
Österreicher mit Idee
(20.03.2026) Auf der Entwicklerkonferenz von NVIDIA wurde ein ungewöhnliches Beispiel für den Einsatz von KI vorgestellt: Ein Bier, das mithilfe eines KI-Prompts tatsächlich gebraut wurde. Im Mittelpunkt stand der Open-Source-Agent „OpenClaw“, den NVIDIA-CEO Jensen Huang als zentrale Technologie einer neuen „agentischen“ KI-Ära präsentierte. In einer Live-Demo zeigte er, wie ein einfacher Textbefehl genügte, um ein vernetztes Brausystem zu steuern und gleichzeitig sogar eine Marketingstrategie für das Produkt zu entwerfen.
Salzburger mit Idee
Die Idee entstand dabei durch einen gebürtigen Salzburger. Unternehmer Stefan Erschwendner wollte testen, welche Möglichkeiten OpenClaw außerhalb des üblichen Gebietes bietet.
Gemeinsam mit seinem Vater, einem erfahrenen Braumeister, hat er eine Brauanlage (Grainfather G30), in Gelterkinden in der Schweiz, per Bluetooth mit einem Computer verbunden und ließ den KI-Agenten den gesamten Brauprozess steuern.
Das System übernahm dabei Aufgaben wie Temperaturkontrolle, Hopfenzugaben und den kompletten Kochvorgang, während der Braumeister jeden Schritt bestätigte. So entstand eine echte Charge Bier: ein Amber Lager mit 4,6 % Alkohol
Das Projekt trägt den Namen „Lobster Lager“ und wurde innerhalb weniger Wochen entwickelt. Schließlich landete das „KI-Bier“ dann auf der großen Bühne der NVIDIA-Konferenz.
Es zeigt, dass künstliche Intelligenzen nicht mehr nur digitale Aufgaben erledigen, sondern auch physische Prozesse zuverlässig steuern können. Wichtig dabei ist aber die Zusammenarbeit mit den Menschen. Die KI schlägt vor und führt aus, während der Mensch die Kontrolle behält.
Die Macher sehen darin einen Hinweis auf die Zukunft vieler Branchen. Produktionsprozesse könnten durch KI weiterentwickelt werden, ohne menschliches Wissen zu ersetzen. Stattdessen werde dieses Wissen verstärkt und reproduzierbar gemacht.
(sp)