Blockabfertigung bei Kika

Zu viele Kunden

(09.06.2023)

Bei Kika/Leiner rollt eine Schließungswelle an, rund die Hälfte der Filialen und des Personals werden gekappt. An den betroffenen Standorten startete heute der Totalabverkauf. Per Ende Juli schließen etwa in Oberösterreich alle vier Leiner-Häuser sowie eine von drei Kika-Filialen. Regelrecht überrannt wurde das Möbelhaus in Steyr am Freitagvormittag. Schnäppchenjäger waren genauso unterwegs wie verunsicherte Kunden. Zu Mittag herrschte bereits Blockabfertigung beim Einlass.

Den Andrang verschärft haben dürfte der Wunsch, noch vorhandene Gutscheine zu verwerten. Wegen der angekündigten Insolvenzanmeldung hatte der Verein für Konsumenteninformation (VKI) Mitte der Woche geraten, Gutscheine rasch einzulösen. Kika/Leiner wiederum verspricht, dass alle Bons ihre Gültigkeit behalten. Möglich werden soll das, weil der neue Eigentümer, Hermann Wieser, über seine Gesellschaften die Haftung dafür übernehme, sagte ein Kika/Leiner-Sprecher am Freitag zur APA. Denn im Rahmen der Insolvenzmasse dürfen Gutscheine nicht bessergestellt werden als andere Forderungen, wie Anwalt Michael Poduschka im Gespräch mit der APA erinnerte.

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Tatsächlich stauten sich etwa in Steyr bereits gut eine Stunde nach Geschäftsöffnung die Autos Richtung Leiner. Der Kundenparkplatz war hoffnungslos überfüllt und im Haus selber schlängelten sich Menschen Richtung Kasse. Die Verkäuferin aus der Bettenabteilung erklärte, dass derzeit die Wartezeit an den Kassen rund 1,5 Stunden betrage. Für einige Grund genug, wieder kehrtzumachen. Viele, die noch einen Gutschein einzulösen hatten, blieben jedoch.

Um 11.30 Uhr wurde dann der Leiner wegen Überfüllung geschlossen. "Es sind mehr Kunden als erlaubt im Geschäft", bat eine Mitarbeiterin bei einem APA-Lokalaugenschein um Verständnis, dass in den kommenden 30 Minuten niemand ins Haus gelassen werde und Blockabfertigung gelte.

(FJ/APA)

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