Brand in Schweinemastanlage

Zehntausende Tiere getötet

(31.03.2021) Die Anlage nahe der Stadt Jarmen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ist eine der größten weltweit und zugleich Europas größte Schweinezucht. Aufgrund der bedenklichen Brandschutzvorkehrungen gilt sie allerdings seit Jahren als sehr umstritten. Bereits 2019 mussten mehr als 1.000 Schweine wegen einer defekten Lüftungsanlage einen qualvollen Tod sterben. Die Ursache für den Brand ist noch unklar - die Polizei ermittelt.

Vom Deutschen Tierschutzbund hagelt es Kritik. Trotz rechtlicher Anforderungen für den Bau solcher Anlagen, wird noch immer nicht genug dafür getan, derartige Tragödien zu verhindern, so der Präsident Thomas Schröder. Es war bereits der zweite Großbrand in einer Mastanlage in ein und demselben Bundesland. Rund 3.000 Schweine verendeten beim ersten Brand in der Mastanlage in Kobrow – der Schaden wurde auf mindestens drei Millionen Euro geschätzt.

Generell sei die Schweinehaltung in derart gigantischen Anlagen problematisch, denn bei Tragödien wie diesen sei die Rettung aller Tiere praktisch unmöglich. Es braucht hier ein Umdenken in der Schweinehaltung, so Sprecher des Tierschutzbundes.

(SMS/fd)

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