„Bub war vom Teufel besessen“

Mutter zu Mord an Sohn (11)

(02.02.2026) Nach der tödlichen Messerattacke auf einen elfjährigen Buben in Leoben liegt nun das erste Obduktionsergebnis vor. Das Kind starb an schweren Stich- und Schnittverletzungen. Dringend tatverdächtig ist die eigene Mutter (39), die sich derzeit in der Justizanstalt Leoben befindet. Eine förmliche polizeiliche Vernehmung der Frau hat bislang noch nicht stattgefunden. Laut Landespolizeidirektion Steiermark müsse zunächst ein Arzt klären, ob und wann die 39-Jährige überhaupt vernehmungsfähig sei. Die Frau war nach der Tat operiert worden, da sie sich selbst Schnittverletzungen zugefügt hatte.

Hinweise aus der Erstphase der Ermittlungen

Trotz der ausstehenden Einvernahme gibt es laut Ermittlern Angaben aus der unmittelbaren Erstphase nach der Tat, die derzeit ausgewertet werden. Demnach soll die Frau in einem psychischen Ausnahmezustand eine wirre Begründung für ihr Handeln genannt haben. Dabei fiel unter anderem der Hinweis, ihr Sohn sei „vom Teufel besessen“ gewesen.

Nach bisherigem Ermittlungsstand befanden sich zum Tatzeitpunkt keine weiteren Personen in der Wohnung des Mehrparteienhauses in Leoben. Die Polizei stellte mehrere Messer sicher, die als mögliche Tatwaffen in Frage kommen. Hinweise auf eine Beteiligung Dritter gibt es laut Ermittlern derzeit nicht.

Nachbarn haben nichts bemerkt

Die Rettungskräfte fanden gegen 15 Uhr den leblosen elfjährigen Samuel in der Wohnung. Der Bub war am selben Tag nicht mehr in der Schule erschienen. Zu welchem Zeitpunkt sich die Tat genau ereignete, ist weiterhin unklar. Auch ob sich das Kind gegen den Angriff wehren konnte oder ob ein toxikologisches Gutachten angeordnet wird, ist derzeit noch offen. Im Umfeld des Wohnhauses herrscht Betroffenheit. Viele Nachbarn wollen nichts gehört oder bemerkt haben. Die Ermittlungen dauern an.

Brauchst du vielleicht Hilfe?

Solltest du in einer Krise stecken und Selbstmordgedanken haben, erhältst du Hilfe – etwa bei der Psychiatrischen Soforthilfe unter 01/313 30 oder bei der österreichweiten Telefonseelsorge unter 142. Beide Telefonnummern sind rund um die Uhr erreichbar.

(fd/apa/krone)

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