CAF weist Korruption zurück
Marokko neuer Afrika-Cupsieger
(19.03.2026) Der Präsident des afrikanischen Fußball-Verbands (CAF), Patrice Motsepe, hat sich nun nach dem aberkannten Afrika-Cup-Titel für den Senegal erstmalig in einer Videobotschaft über die Korruptionsvorwürfe geäußert. Dabei stellt er klar, dass kein afrikanisches Land bevorzugt wird und man es sehr ernst nehme, was im Finale am 18. Jänner in Marokko passiert ist.
Drama im Finale
Im Finale der Afrika-Meisterschaft zwischen Marokko und dem Senegal kam es in der Schlussphase zu kuriosen Szenen. Nach einem Elferpfiff gegen die Senegalesen in den letzten Spielminuten, verließen diese geschlossen das Spielfeld und kamen erst einige Zeit wieder zurück.
Nachdem sich der Senegal schließlich doch noch mit 1:0 nach Verlängerung durchsetzen konnte, wurde ihnen der Afrika-Cup-Titel nun aberkannt und den Marokkanern zugesprochen.
Die Regierung des Senegals hatte dann nach der Entscheidung Korruptionsermittlungen gegen den CAF gefordert und bestätigt, dass vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) auswerten zu lassen. "Wir werden die Entscheidung respektieren, die auf höchster Ebene getroffen wird", sagte CAF-Präsident Motsepe.
Das Berufungsgericht hatte die Entscheidung Marokko den Titel zu überreichen mit dem Artikel 82 des Afrika-Cup-Reglements begründet. Demnach habe der Senegal die Partie durch das Verlassen des Platzes aufgegeben.
Verband wehrt sich
Patrice Motsepe hat die Ereignisse des Finals als Rückschritt für den afrikanischen Fußball bezeichnet. "Was in diesem Finale passiert ist, untergräbt die gute Arbeit, die die CAF über viele Jahre geleistet hat, um Integrität, Respekt, ethische Standards, gute Führung sowie die Glaubwürdigkeit der Ergebnisse unserer Fußballspiele zu gewährleisten", ordnet der Verbandschef die Vorkommnisse ein.
Die Korruptionsvorwürfe seien die Folge von Altlasten, die schon viele Jahre ein Problem sind. Laut Motsepe ist es von entscheidender Bedeutung sich damit kontinuierlich auseinanderzusetzen.
(apa/sp)