Cofag: Benko will aussagen

Versteigerung läuft weiter

(21.02.2024) Investor Rene Benko wird offenbar dem parlamentarischen Cofag-Untersuchungsausschuss als Auskunft zur Verfügung stehen. Der Gründer der Signa-Holding soll der Ausschussführung zugesagt haben, am 4. April die Fragen des Gremiums zu beantworten. Ursprünglich sollte er Anfang März Auskunft geben. Die Opposition vermutet, dass Benko sowie Unternehmer Siegfried Wolf überproportional von staatlichen Hilfen profitiert hätten. Inzwischen ist Benkos Signa-Reich zusammengebrochen. Seither hat der Investor öffentliche Auftritte ebenso gemieden wie Medienanfragen.

Von der Klobürste bis zum Konferenztisch wird nach der Signa-Pleite alles zu Geld gemacht. Der bisherige Sitz der Signa Holding, das Palais Harrach in der Wiener Innenstadt, soll laut dem Auktionshaus Aurena bis Mitte März geräumt sein. Zum Abschluss geht nun die Ausstattung der Räume im ersten Stock der Zentrale Stück für Stück an den Höchstbietenden. Dabei handelt es sich um die Beletage, die dem Firmengründer Rene Benko als Büro und Repräsentationsfläche diente.

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Alles wird zu Geld gemacht!

"Es ist alles so, wie wir es vorgefunden haben", sagte Jürgen Blematl, technischer Leiter der Auktionsplattform Aurena, bei einem Presserundgang auf die Frage, ob nachträglich Gegenstände hinzugefügt worden seien. Auf einem dreieinhalb Meter langen Schreibtisch, den Benko höchstpersönlich als Schreibunterlage benutzt haben soll, stapeln sich mehrere alte Ausgaben des "Manager Magazins" mit der Titelgeschichte "Im Rekordrausch der Milliarden" über Deutschlands Superreiche. Daneben befindet sich eine Abhörschutzbox für Smartphones (aktuelles Höchstgebot bei 450 Euro), ein kleiner Aschenbecher und eine geöffnete Packung Kautabletten gegen Mundgeruch (zusammen mit anderem Bürobedarf bei 120 Euro). In der Küche nebenan stehen noch ein paar Cola-Flaschen mit einem letzten Schluck. Neben den Schreddermaschinen im Sekretariat liegen noch Papierschnipsel.

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Versteigert wird alles, was nicht niet- und nagelfest ist

Das bisher höchste Gebot in der aktuellen Auktion von 21.500 Euro wurde für Benkos Schreibtisch aus Massivholz mit Lederkorpus abgegeben. Für Andenkensammler mit kleinerer Geldbörse gibt es etwa einen Zeitungshalter für aktuell 40 Euro zu haben oder einen Erste-Hilfe-Koffer für 90 Euro. Wer sich für die Zukunft der Signa interessiert, kann zwei Glaskugeln ersteigern (Höchstgebot derzeit bei 120 Euro). "Das öffentliche Interesse ist groß", betonte Blematl, der sich sicher ist, dass "alles weggeht" und man nicht auf einem Posten sitzen bleiben werde. Rund 2.000 Stücke wurden bereits versteigert, etwa 1.300 Objekte aus dem Fundus des Firmengründers suchen noch einen neuen Besitzer. Besonders hohe "Spaßgebote" - eine Vermutung, die sich angesichts von Geboten für Signa-Fußmatten von über 1.700 Euro aufdrängt - gebe es nicht, versicherte Blematl. Alle gebotenen Preise würden auch bezahlt und meist vom Bieter persönlich abgeholt. Wer einen "Benko für die Bude" ersteigern möchte, hat dazu noch Gelegenheit. Die Zuschläge erfolgen am 24. Februar ab 9 Uhr.

(fd/apa)

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