Corona-Studie: Schwangere

Impfung: Sterberisiko geringer

(18.01.2023) Laut Studie hilft die Impfung vor einem schweren Covid-Verlauf in der Schwangerschaft. Die Sterberate bei schwangeren Frauen sinkt nach einer Impfung signifikant. Eine Covid-19-Infektion mit der Omikron-Variante des SARS-CoV-2-Erregers in der Schwangerschaft erhöht laut einer groß angelegten internationalen Studie das Sterberisiko von werdenden Müttern - insbesondere bei Ungeimpften. Bei geimpften Frauen waren die Risiken geringer. Eine Corona-Impfung schütze schwangere Frauen also wirksam vor Komplikationen, schrieb das an der Untersuchung beteiligte Universitätsspital Genf in einer Mitteilung vom heutigen Mittwoch. Die WHO und andere Institutionen weisen darauf schon länger hin.

An der im Fachblatt "The Lancet" erschienenen Studie wirkten insgesamt 41 Spitäler in 18 Ländern mit, österreichische Institutionen waren nicht darunter. Die Wissenschafter untersuchten Daten von 1.545 schwangeren Frauen, die mit der Omikron-Variante infiziert waren. Verglichen wurden diese Daten mit den Dossiers von 3.073 schwangeren Frauen ohne Corona.

Insbesondere das Risiko für Präeklampsie - eine Erhöhung des Blutdrucks mit Nierenschädigung - sei bei Frauen mit schweren Symptomen höher gewesen. Übergewichtige oder fettleibige Frauen mit schweren Symptomen waren laut der Studie am stärksten gefährdet.

Geimpfte Frauen sind sicherer

Geimpfte Frauen hätten hingegen ein geringes Risiko, in eine Intensivstation eingeliefert zu werden. Als beste Prävention erwies sich laut der Studie eine vollständige Impfung. Die Studie ergab auch, dass mRNA-Impfstoffe am wirksamsten waren. Allerdings hätten auch Vektor-Impfstoffe einen angemessenen Schutz geboten.

Studie zeigt Vorteile

"Diese Studie zeigt die Vorteile einer Impfung während der Schwangerschaft deutlich. Sie hilft uns bei unserer Empfehlung, die Impfung gegen Covid-19 in die Routineversorgung schwangerer Frauen aufzunehmen", sagte Mitautorin Begoña Martinez de Tejada Weber vom Universitätsspital Genf in der Mitteilung. "Es ist besorgniserregend, dass bei vier bis sieben Prozent der ungeimpften Frauen, bei denen die Omikron-Variante während der Schwangerschaft diagnostiziert wurde, schwere Krankheitssymptome aufgetreten sind", so Studienleiter José Villar von der Universität Oxford.

Obwohl die Omikron-Variante insgesamt weniger schädlich ist als frühere Varianten, bestehe für den großen Anteil ungeimpfter schwangerer Frauen weltweit immer noch ein großes Risiko. Die vollständige Durchimpfung schwangerer Frauen sei selbst in den entwickelten Ländern noch unzureichend, so die Schlussfolgerung der Autoren.

(fd/apa)

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