Cybermobbing nimmt zu

Lügen, Beleidigungen, Hass

(08.02.2022) Warum machen sich Kids und Teenager bloß gegenseitig so fertig? Experten warnen am heutigen internationalen “Safer Internet Day“ vor dem wachsenden Cybermobbing-Problem. Laut aktueller Umfrage ist schon rund jeder zweite junge User im Netz beschimpft, beleidigt oder durch Lügen verunglimpft worden. Besonders viel Cybermobbing passiert momentan über Instagram und TikTok, 30 Prozent geben auch WhatsApp als Mobbing-Plattform an.

Als Motiv steckt oft der Wunsch nach Macht bzw. eine üble Gruppendynamik dahinter, so Barbara Buchegger von "saferinternet.at":
"Es geht darum Macht auszuüben, also um das gezielte Fertigmachen einer Person. Viele sind halt in der Gruppe stark. Das kann eine Gruppe in der Schule, eine Gruppe im Freundeskreis, aber auch eine Gruppe der gleichen Religion oder der gleichen Anschauung sein."

Während der Pandemie ist das Problem noch größer geworden. Sogar während des Distance Learnings wurde gemobbt, so Buchegger:
"23 Prozent der Befragten haben gesagt, dass sie von schulischen Informationen ausgeschlossen worden sind. 22 Prozent hatten das Gefühl, dass sie während des Online-Unterrichts verspottet worden sind."

(mc)

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