Depressive Kids: Was ist los?

(03.07.2014) Was ist los mit unseren Kids? Entsetzen herrscht über die Unmengen an Psycho-Medikamenten, die die Kinder und Jugendlichen in Österreich inzwischen brauchen. In der Altersgruppe der 5- bis 19-Jährigen sind im Vorjahr mehr als 650.000 Euro für Antidepressiva ausgegeben worden. Medikamente gegen Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität haben in dieser Altersgruppe sogar mehr als drei Millionen Euro verschlungen. Das Problem laut Experten: Die Eltern hätten immer weniger Zeit für den Nachwuchs. Die Kinder seien quasi ganztags in Kindergarten und Schule untergebracht. Und auch in der Freizeit werde kaum etwas unternommen.

Kinder- und Jugendpsychologe Roland Bugram:

“Die Kinder sitzen letztlich nur vor dem Computer oder dem Smartphone. Alles spielt sich virtuell ab, es gibt keinen persönlichen Kontakt. Und wenn es keine Ansprechpersonen gibt, hinterfragt man sich irgendwann selbst. Und das führt zu massiven psychischen Problemen. Allerdings verschreiben auch viele Ärzte viel zu leichtfertig Medikamente.“

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