Der Bahnverkehr steht still

Streik der Eisenbahner

(28.11.2022) Die fünfte Verhandlungsrunde hat kein zufriedenstellendes Ergebnis gebracht. Das Ergebnis: ein österreichweiter, ganztägiger Bahnstreik am heutigen Montag!

Sämtliche Regional-, Fern- und Nachtzüge, sowie S-Bahnen fallen aus. Auch der CAT, der City Airport Train zum Flughafen Wien fährt nicht! Auf den Social Media Kanälen der ÖBB, sowie unter oebb.at/streik bist du immer up to date!

"Es tut uns Leid für die Pendlerinnen und Pendler"

Chefverhandler der Gewerkschaft Vida, Gerhard Tauchner entschuldigt sich bei den Leidtragenden. Es sei aber die letzte Möglichkeit um die Ernsthaftigkeit der Forderungen unter Beweis zu stellen, so Tauchner im kronehit Interview.

Seit zwei Monaten sind die Verhandlungen zu einem neuen Bahn-Kollektivvertrag bereits im Gange. Die Arbeitnehmer wollen 400 Euro mehr, ein Plus von 12 Prozent. Das Gegenangebot der Wirtschaftskammer war zunächst: 200 Euro mehr, ein Plus von 8 Prozent und eine Einmalzahlung von 1.000 Euro. Dieses Angebot ist seitens der Wirtschaftskammer nur geringfügig auf 8,44 Prozent erhöht worden. Für die Gewerkschaft eine reine Provokation. Die Wirtschaftskammer versteht die Streik-Konsequenz nicht. Thomas Scheiber von der WKÖ meldet sich gestern auf Puls24 zu Wort: "Es ist wirklich erstaunlich, dass bei dieser Höhe des Angebotes die Gewerkschaft wirklich sagt: nein, wir überlegen nicht in Kompromissen, wir lehnen es einfach ab."

Zehntausende Schülerinnen und Schüler betroffen

Wer wegen des Streiks zu spät oder nicht in die Schule kommt, gilt in Wien, Salzburg, der Steiermark und Kärnten automatisch als entschuldigt. Denn wegen des Streiks fahren auch die S-Bahnen nicht, in Salzburg fallen zum Beispiel neben der Salzburger Lokalbahn und der Pinzgauer Lokalbahn zudem der gesamte städtische Obus-Verkehr aus.

Viele Pendlerinnen und Pendler, bei denen Home Office nicht möglich ist, werden gezwungenermaßen auf das Auto umsteigen müssen. Plane auf jeden Fall mehr Zeit ein, es wird mit einem verstärkten Verkehrsaufkommen gerechnet!

Beruhigt durchatmen können die Wiener Öffi-Nutzer! Die Wiener Linien bringen dich uneingeschränkt von A nach B. Halte dich aber hier eher an die U-Bahnen.

Die ÖBB kritisiert den Streik

ÖBB-Chef Andreas Matthä kritisiert den Streik. „Mir fehlt jedes Verständnis für diesen Streik“, kritisierte ÖBB-Chef Matthä die Gewerkschaft Vida in einer Stellungnahme ganz offen. „Die Arbeitgeberseite hat mit 8,44 Prozent das höchste Angebot aller Branchen gestellt“.

(TH)

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