Der Weltknuddeltag!
Wen drückst du am Mittwoch?
(20.01.2026) Web wirst du gaaaaanz fest drücken und liebhaben? Endlich ist es wieder so weit: Am 21. Januar 2026 wird weltweit der Weltknuddeltag gefeiert – ein ungewöhnlicher, aber längst etablierter Aktionstag, der dazu aufruft, Zuneigung zu zeigen und Nähe bewusst zuzulassen. Die Devise: ein passendes „Knuddelopfer“ im eigenen Umfeld suchen – und los geht’s. Ins Leben gerufen wurde der Tag bereits 1986 in den USA. Die Amerikaner Adam Olis und Kevin Zaborney wollten mit dem „National Hugging Day“ ein Zeichen gegen emotionale Zurückhaltung setzen. Was damals im kleinen Ort Caro im Bundesstaat Michigan begann, hat sich in den vergangenen vier Jahrzehnten zu einer internationalen Tradition entwickelt – auch in Deutschland.
Der Termin ist kein Zufall. Der 21. Januar liegt genau zwischen Weihnachten, dem Fest der Liebe, und dem Valentinstag, dem Tag der Liebenden. Mitten in der dunklen, oft tristen Jahreszeit soll der Weltknuddeltag daran erinnern, wie wohltuend Nähe und menschliche Wärme sein können. Doch Knuddeln ist nicht nur ein emotionales Statement, sondern auch nachweislich gesund. Studien, unter anderem der Medizinischen Universität Wien, zeigen: Umarmungen bauen Stress ab, senken den Blutdruck und stärken das Immunsystem. Verantwortlich dafür ist vor allem das Hormon Oxytocin, das beim Kuscheln ausgeschüttet wird und als Bindungs-, Glücks- oder Kuschelhormon bekannt ist. Zusätzlich wird Dopamin freigesetzt – ein weiterer Botenstoff, der das Wohlbefinden steigert.
Oxytocin spielt eine zentrale Rolle bei sozialen Bindungen: zwischen Eltern und Kindern, in Partnerschaften und generell im zwischenmenschlichen Miteinander. Menschen in stabilen Beziehungen weisen nachweislich höhere Oxytocin-Werte auf. Umarmungen fördern damit nicht nur Nähe, sondern auch Vertrauen und emotionale Sicherheit. Allerdings gilt: Knuddeln funktioniert nur mit gegenseitigem Einverständnis. Experten warnen davor, Grenzen zu überschreiten. Bei ungewollten Umarmungen kann sich die positive Wirkung schnell ins Gegenteil verkehren – statt Glückshormonen wird dann das Stresshormon Kortisol ausgeschüttet. Gerade am Weltknuddeltag gilt daher: Nähe ja, aber nur dort, wo sie auch erwünscht ist.
Der Weltknuddeltag ist kein offizieller Feiertag, sondern vielmehr ein freundlicher Reminder im Alltag. Er soll dazu ermutigen, Wertschätzung, Dankbarkeit und Zuneigung nicht als selbstverständlich zu betrachten – sondern sie bewusst zu zeigen. Ob zu Hause, unter Freunden oder in der Familie: Eine ehrliche Umarmung kann manchmal mehr sagen als viele Worte.
Und wer mit Knuddeln so gar nichts anfangen kann, muss trotzdem nicht leer ausgehen. Denn der 21. Januar ist auch der internationale Jogginghosentag – ein stilles Fest für alle, die Gemütlichkeit lieber tragen als umarmen. Bleibt also nur noch eine Frage, die am Mittwoch überall gestellt werden darf:
„Na – heute schon fleißig geknuddelt?“
(fd)