Mordverdacht in NÖ

14-Jährige stirbt an Überdosis

(28.03.2022) Eine 14-Jährige ist Sonntagvormittag in einem Haus in Marchegg (Bezirk Gänserndorf) von Einsatzkräften tot aufgefunden worden. Die Wienerin soll sich nach Drogenkonsum am Samstagabend "in einem gesundheitlich lebensbedrohlichen Zustand befunden" und ein 18-jähriger Bewohner "die erforderliche Hilfeleistung unterlassen haben", teilte die Polizei am Montag per Aussendung mit. Der junge Mann wurde festgenommen. Gegen ihn besteht Mordverdacht durch Unterlassung der Hilfeleistung.

Bewohner hatten einen Notruf abgesetzt, hieß es in der Aussendung. Rettung und Polizei konnten nur noch den Tod der 14-Jährigen feststellen. Eine Obduktion wurde angeordnet. Beim 18-jährigen Bewohner dürfte es sich laut Exekutive um einen Bekannten bzw. Freund der Verstorbenen handeln. Der Verdächtige machte der Aussendung zufolge "widersprüchliche Angaben". Er sollte noch im Laufe des Tages in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert werden. "Ermittlungsergebnisse und Zeugenaussagen" haben laut einer Polizeisprecherin zum Mordverdacht gegen den 18-Jährigen geführt. Nähere Informationen wurden auf Anfrage nicht bekanntgegeben.

Beim Eintreffen von Rettung und Polizei am Sonntag kurz vor 9.30 Uhr befanden sich der 18-Jährige und vier weitere Personen in dem Wohnhaus. Sie wurden einvernommen. Im Gebäude wurden Drogen und Utensilien für den Suchtgiftkonsum sichergestellt. Ein Urintest beim 18-Jährigen verlief positiv auf diverse Suchtmittel. Das Landeskriminalamt Niederösterreich hat die Ermittlungen übernommen.

Die von der Staatsanwaltschaft Korneuburg angeordnete Obduktion soll u.a. klären, welche Drogen die 14-Jährige konsumiert hatte. Ein Termin für die Autopsie stand vorerst nicht fest.

(apa/makl)

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