Eigenes Frauenbad in Wien?

Partei sorgt für Wirbel

Braucht Wien wirklich ein reines Frauenbad? Die Partei „Soziales Österreich der Zukunft“, die nächstes Jahr bei der Wien-Wahl antritt, fordert das zumindest. Laut Parteigründer, dem türkischstämmigen Arzt Turgay Taskiran, würden sich das nicht nur muslimische Frauen wünschen. Viele Wienerinnen würden sich vor lüsternen Blicken und sexuellen Übergriffen im Freibad fürchten. Auch “Body Shaming“ sei ein Grund, warum sich viele vor Männern nicht in Bademode zeigen wollen, so der Arzt.

Taskiran sagt:
"Viele Frauen wollen einfach in einer ungestörten Atmosphäre baden können. Das ist ja kein Zwang, es soll einfach nur die Möglichkeit geschaffen werden."

Für den Österreichischen Frauenring geht die Forderung in die ganz falsche Richtung. Maria Rösslhumer, stellvertretende Vorsitzende des Frauenrings:
"Da müssen wir bei den Männern ansetzen, nicht bei den Frauen. Es muss möglich sein, dass sich Frauen überall wohl fühlen und zeigen können. Ohne Blicke, ohne Übergriffe. Eine Trennung von Männern und Frauen ist ja ein Rückschritt. Wir wollen ein modernes Österreich, eine moderne Gesellschaft."

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