Eigentum als Wunschtraum?

75 % des Kapitals fehlen

(16.03.2026) Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist in Österreich weiterhin sehr groß. 82 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher würden gerne im Eigentum wohnen, zeigt eine aktuelle Umfrage des Bausparkassenverbands. Gleichzeitig fehlt den meisten Menschen das nötige Geld: Im Schnitt fehlen rund 75 Prozent des erforderlichen Kapitals.

Eigentum für viele finanziell unerreichbar

Der Anteil der Menschen mit Wunsch nach Wohneigentum ist laut Studie im Vergleich zu 2024 sogar noch gestiegen. Dennoch wird der Traum vom eigenen Zuhause für viele immer schwerer erreichbar. Grund dafür sind vor allem steigende Immobilienpreise und strengere Finanzierungsvorgaben. Eigenmittel spielen bei der Finanzierung eine immer größere Rolle. „Eigenmittel werden immer wichtiger“, erklärte Andreas Kaim von der s Bausparkassa bei einer Pressekonferenz in Wien.

Bausparen erlebt wieder Aufschwung

Während sich die Bauwirtschaft weiterhin in einer schwierigen Phase befindet – der Bau verzeichnete 2024 ein Minus von 2,9 Prozent – steigt das Interesse an klassischen Sparformen wieder.

Derzeit haben 37 Prozent der Österreicher einen Bausparvertrag. Allein im vergangenen Jahr wurden 434.000 neue Verträge abgeschlossen. Auch die Einlagen sind deutlich gestiegen:
Die Bauspareinlagen erreichten rund 15 Milliarden Euro, ein Plus von 626 Millionen Euro gegenüber 2024.

Wohnraumfinanzierungen werden größer

Die vergebenen Wohnraumfinanzierungen beliefen sich zuletzt auf rund 1,7 Milliarden Euro. Auffällig ist dabei, dass die Kreditsummen tendenziell steigen. Viele Finanzierungen liegen mittlerweile über 200.000 Euro.

Der Staat unterstützte das Bausparen im vergangenen Jahr mit Prämien von insgesamt 33 Millionen Euro.

Mehrheit setzt auf sichere Sparformen

Die Umfrage zeigt auch, dass viele Menschen beim Sparen auf Sicherheit statt hohe Renditen setzen.

  • 52 Prozent bevorzugen klar sichere Sparformen
  • 41 Prozent wünschen sich eine ausgewogene Strategie

Insgesamt wollen damit 83 Prozent der Befragten möglichst sicher und risikolos sparen. Bausparen gilt deshalb für viele als „sicherer Hafen“ und „verlässlicher Anker“, wie Vertreter der Branche betonten.

Kritik an Mietpreisbremse

Bei der Präsentation der Studie gab es auch politische Forderungen. Wüstenrot-Managerin Susanne Riess-Hahn sprach sich deutlich für staatliche Bausparprämien aus. Diese würden mit vergleichsweise geringem Mitteleinsatz nachweislich zu mehr Wohneigentum führen, argumentierte sie.

Kritisch äußerte sie sich hingegen zur Mietpreisbremse. Diese könne das Angebot am Wohnungsmarkt verringern und dadurch die Preise weiter steigen lassen. Auch Raiffeisen-Bausparmanager Hans-Christian Vallant sprach sich für den Erhalt der staatlichen Förderung aus. Die Prämie sei zwar eher symbolisch, habe aber eine wichtige motivierende Wirkung beim Sparen.

Österreich bei Eigentumsquote unter EU-Schnitt

Die Situation am Wohnungsmarkt bleibt angespannt. Laut Studie lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Mieten im vierten Quartal 2025 bei 10,40 Euro und ist damit innerhalb eines Jahres deutlich gestiegen. Auch im europäischen Vergleich zeigt sich ein Unterschied: Die Eigentumsquote liegt in Österreich bei rund 55 Prozent. Damit liegt Österreich deutlich unter dem EU-Durchschnitt von etwa 70 Prozent. Nur in Deutschland ist der Anteil an Eigentumswohnungen noch geringer.

(fd/apa)

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