Eisläuferinnen gerettet
Hubschrauberaktion am Irrsee
(22.01.2026) Mittwochnachmittag kam es beim Irrsee in der Gemeinde Zell am Moos in Oberösterreich zu einem großen Rettungseinsatz. Zwei Eisläuferinnen im Alter von 49 und 56 Jahren mussten aus dem See gerettet werden, nachdem sie beim Eislaufen in den See eingebrochen waren.
Laut der freiwilligen Feuerwehr Zell am Moos befanden sich die Eisläuferinnen ungefähr 150 Meter vom Ufer entfernt, als sie durch das zu dünne Eis brachen. Eine der beiden konnte sich aus dem Wasser retten und per Handy ihren Mann kontaktieren, der daraufhin die Einsatzkräfte alarmierte.
Rettungskräfte ebenfalls gefährdet
Zunächst versuchten Polizisten aus Mondsee, mit einem Stand-up-Paddling-Board zu den Frauen zu gelangen. Doch nachdem auch ein Polizist durch die Eisdecke eingebrochen war, musste ein anderer Weg gefunden werden, um die Frauen zu retten. Auch der Versuch der Feuerwehr mit einem Boot zur Unfallstelle zu gelangen, war aufgrund der dünnen Eisschicht auf dem See erfolglos.
Der Einsatzleiter Matthias Kroiss sagte gegenüber dem ORF Oberösterreich: „Es war unmöglich, dass wir zu der verletzten Person durchkommen.“
Rettung per Seil
Kurze Zeit darauf traf der Rettungshubschrauber an der Unfallstelle ein und ein Mitglied der Besatzung konnte sich zu den beiden Frauen abseilen. Die 49-Jährige wurde per Rettungswagen in das LKH Salzburg gebracht, die 56-Jährige musste per Hubschrauber dorthin geflogen werden. Sie erlitt starke Unterkühlungen.
Insgesamt waren zehn Personen der Rettung, ein Notarzt, 15 Mitglieder der Wasserrettung, vier Polizisten und 30 Feuerwehrleute im Einsatz.
Laut Angaben der Feuerwehr waren die beiden Frauen in einem Bereich des Irrsees, der nicht zum Eislaufen freigegeben war.
Die Einsatzkräfte warnen davor, nicht freigegebene Eisflächen zu betreten. Durch Temperaturschwankungen haben Eisflächen deutlich an Tragfähigkeit verloren.
(ts)