"Es wird gestreikt"

Samstag neue Verhandlungen?

(14.11.2023) (update: 15:30) Der KV-Konflikt in der Metallindustrie spitzt sich zu. Nachdem sich die Sozialpartner am Montagabend nach stundenlangen Verhandlungen erneut nicht auf einen neuen Kollektivvertrag verständigen konnten, sind zahlreiche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer heute in den Streik getreten. Die Gewerkschaften fordern ein verbessertes Angebot seitens der Arbeitgeber. Diese wiederum wollen sich von den Arbeitsniederlegungen nicht einschüchtern lassen.

Die Arbeitgeber hatten im Rahmen der gestrigen Gespräche ein neues Angebot vorgelegt. Sie schlugen sozial gestaffelte Lohn- und Gehaltserhöhungen von durchschnittlich 6 Prozent (2,7 Prozent plus 130 Euro monatlicher Fixbetrag als nachhaltige Lohn- bzw. Gehaltserhöhung) sowie eine steuerbefreite Einmalzahlung von netto 1.200 Euro vor. Für die Gewerkschaften geht dieser Vorschlag nicht weit genug, zumal die rollierende Inflation von 9,6 Prozent damit nicht abgegolten werde. "Ein Teuerungsausgleich ist das Mindeste", formulierte es Reinhold Binder, Arbeitnehmerverhandler von der Gewerkschaft PRO-GE, im Ö1-"Morgenjournal".

Mit Arbeitsniederlegungen wollen die Gewerkschaften nun den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, die sich davon aber nur wenig beeindruckt zeigen. "Wir fürchten uns nicht vor einem Streik", konterte der KV-Chefverhandler der Arbeitgeber, Christian Knill, im Gespräch mit der APA. Viele Unternehmen würden den Arbeitskampf angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage gegenüber einem zu hohen Abschluss bevorzugen. Die Kosten für die Streiks dürften sich für die Betriebe jedenfalls vorerst in Grenzen halten: Denn die derzeitige Nachfrageschwäche dämpfe den streikbedingten Produktionsausfall, schätzt der Wifo-Ökonom Benjamin Bittschi.

Generell fordern Wirtschaftsvertreter von der Gewerkschaft mehr Flexibilität. IV-Generalsekretär Christoph Neumayer appellierte an die Arbeitnehmerverhandler, "neue Wege zu gehen" und verlangte deren Entgegenkommen, "ein neues Angebot". Vertreter der Metalltechnischen Industrie bezeichneten die Vorgangsweise der Gewerkschaften schon in der Nacht auf Dienstag als "verantwortungslos und unverhältnismäßig".

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz haben auch die WKÖ-Spartenobleute von Handel, Industrie und Gewerbe/Handwerk auf die derzeitige Schwäche der Wirtschaft hingewiesen. In keinem ihrer Wirtschaftsbereiche seien die Forderungen der Gewerkschaft umsetzbar. Sie pochen auf Einmalzahlungen, die auch aus Sicht von Bittschi Teil einer Gesamtlösung für die stockenden Verhandlungen sein könnten. Für einen solchen Kompromiss signalisieren die Gewerkschaften jedoch weiter wenig Bereitschaft. Binder bekräftigte, dass Einmalzahlungen "nur der Schnittlauch aufs Butterbrot" sein könnten.

Wann es mit den Verhandlungen weitergeht, ist derzeit offen. Die Gewerkschaften sind ab Samstag gesprächsbereit, für die nächsten Tage sind weitere Streiks angekündigt.

(fd/apa)

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