Essstörungen nehmen zu

Graz bietet Online-Therapien

(24.05.2022) Pandemie, Krieg, gesellschaftliche Anforderungen und Schönheitsideale, lassen junge Menschen immer öfter verzweifeln. Magersucht bei Jugendlichen soll nun auch in Online-Therapien behandelbar werden. In Graz bietet das Therapiezentrum für frühkindliche Ess- und Fütterstörungen NoTube als erste österreichische Institution ein Online-Therapieprogramm für Jugendliche mit Essstörung an. Dabei wird die gesamte Familie der betroffenen Person integriert, hieß es in der Aussendung des von der Grazer Kinderfachärztin und Psychotherapeutin Marguerite Dunitz-Scheer gegründeten Zentrum am heutigen Dienstag.

Schwierige Rahmenbedingungen

"Schon Mitte 2020, im Rahmen der ersten Corona-Welle, war uns klar, dass wir etwas unternehmen müssen", erklärte die Gründerin der Grazer Esslern-Ambulanz. Aufgrund der angespannten Situation in den Spitälern in den vergangenen beiden Jahren konnten immer weniger junge Patientinnen und Patienten mit Magersucht (Anorexia Nervosa) stationär behandelt werden. Das Grazer Zentrum hat während der Pandemie ein internetgestütztes Programm entwickelt, mit dem betroffenen Jugendlichen in ihren eigenen vier Wänden geholfen werden soll. Es ist allerdings kostenpflichtig.

Täglicher Kontakt nötig

"Wir beraten, coachen und begleiten nicht nur den oder die Patienten, sondern die gesamte Familie und das Umfeld", betonte Dunitz-Scheer. Im Programm "Weight Doc" habe das Team täglich Online-Kontakt mit den Betroffenen. "Wir kommunizieren täglich mit den Patientinnen und Patienten - auch an Wochenenden und Feiertagen, sodass etwaige Probleme, Stresssituationen, Ängste und Sorgen sofort geteilt werden können", so Dunitz-Scheer.

90 % Erfolgsrate

"Fast 90 Prozent der bisher Behandelten konnten durch unser Programm deutliche Fortschritte machen und Gewicht zunehmen oder sogar ihr Zielgewicht erreichen", hielt Dunitz-Scheer fest. Alleine im heurigen Jahr habe man bereits mehr als ein Dutzend Patientinnen und Patienten erfolgreich behandelt.

Belastung ist hoch

Die Corona-Pandemie und die diversen Krisen machen auch jungen Menschen zu schaffen. Viele von ihnen kämpfen nicht nur mit psychischen Problemen, sondern entwickeln auch Essstörungen - laut Studien sind es sogar um fast die Hälfte mehr als vor der Pandemie. Die Magersucht im Jugendalter ist eine schwere und potenziell lebensbedrohliche Erkrankung. Sie betrifft zu 90 Prozent Mädchen und junge Frauen, aber auch Burschen und junge Männer können daran erkranken.

Start der Erkrankung meist mit 13 Jahren

Das Durchschnittsalter bei Erkrankungsbeginn liegt bei 13 bis 14 Jahren, es gibt laut NoTube aber auch schon Kinder im Volksschulalter, die bereits die typischen Symptome der Magersucht zeigen. Hauptsymptome sind aktiv gewollte, stark reduzierte Nahrungsaufnahme und bewusst herbeigeführte Gewichtsabnahme, die oft mit weiteren Symptomen wie exzessivem Sport einhergeht.

(fd/apa)

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