Explosionen auf der Krim

Russische Badegäste fliehen

(16.08.2022) Auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim hat es nach Behördenangaben erneut Explosionen in einem Militärobjekt gegeben. Im Norden der Krim sei Dienstag früh ein Munitionslager detoniert, hieß es. Das Verteidigungsministerium in Moskau sprach von einem "Sabotageakt". Russische Touristen fliehen unter Tränen von ihren Lieblingsurlaubsorten auf der Krim.

Bei dem Angriff sei ein Militärlager getroffen worden, teilte das Ministerium nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau mit. Es sei eine Reihe von zivilen Objekten beschädigt worden, darunter Stromleitungen, ein Kraftwerk und Bahngleise sowie einige Wohngebäude, hieß es. Es gebe keine Schwerverletzten. Es werde alles unternommen, um die Folgen zu beseitigen.

3000 Menschen evakuiert

Der Verwaltungschef der Krim, Sergej Aksjonow, hatte in der Früh von einer Explosion in einem Dorf des Gebiets Dschankoj im Norden der Krim berichtet. Dabei seien zwei Menschen verletzt worden. Auf Videos in den sozialen Netzwerken waren ein großes Feuer und eine Rauchwolke zu sehen. Mehr als 3.000 Menschen wurden den Behörden zufolge bis zum frühen Nachmittag in Sicherheit gebracht. Zuvor war von rund 2.000 Evakuierten die Rede gewesen. Viele Russen machen auch heuer um diese Jahreszeit Urlaub auf der Krim. Die meisten davon reisen derzeit ab.

Nach Behördenangaben kam es in dem Dorf Maiskoje zu der Explosion, und zwar auf dem Gelände eines früheren Bauernhofes, der von den russischen Streitkräften als Munitionslager genutzt wird. Die amtliche Nachrichtenagentur RIA berichtete zudem von einem Brand in einem Umspannwerk in der Nähe der Ortschaft Dschankoj 20 Kilometer entfernt. Erst am Dienstag vor einer Woche gab es schwere Explosionen auf einem russischen Militärstützpunkt.

"Das ist nur der Anfang", schrieb der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak nach der Detonation vorige Woche auf Twitter. Zum neuen Zwischenfall schrieb er nun: "Der Morgen nahe Dschankoj begann mit Explosionen. Zur Erinnerung: Die Krim eines normalen Landes heißt Schwarzes Meer, Berge, Erholung und Tourismus; die von Russen besetzte Krim bedeutet Explosionen von Depots und ein hohes Todesrisiko für die Invasoren und Diebe. Die Entmilitarisierung ist im Gang."

Die Zwischenfälle werfen bei russischen Beobachtern inzwischen Fragen auf, wie gut die militärisch hochgerüstete Halbinsel, die sich Moskau 2014 einverleibte, tatsächlich geschützt ist. Kremlchef Wladimir Putin hatte immer wieder angekündigt, dass die Sicherheit der Krim noch weiter verstärkt werden solle. Auch russische Regionen im Grenzgebiet zur Ukraine berichten von einer extrem gespannten Lage im Zuge angeblicher Angriffe aus dem Nachbarland. Die Gouverneure von Brjansk, Kursk und Belgorod klagen immer wieder über Verletzte und schwere Zerstörungen. Aber bisher hat Russland seinen Drohungen, Kommandozentralen in Kiew zu bombardieren, wenn der Beschuss nicht aufhöre, keine Taten folgen lassen. Überprüfbar von unabhängiger Seite ist nicht, wer genau die Attacken verübt. Klar ist aber, dass auch der neue Fall der Explosionen dem russischen Image als Garant für die Sicherheit auf der Krim schadet.

(fd/apa)

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