EZB erhöht nochmal um 025 %

4% schlecht für Kreditnehmer

(15.06.2023) Schwere Zeiten für Kreditnehmer mit variablen Zinsen. Panik bringt nix. Geh zu deiner Bank und verhandle, über eine längere Laufzeit oder einen fixen Zinssatz, es gibt viele Möglichkeiten wie du deinen Kredit weiter bedienen kannst. Die AK hat dazu auch einen aktuellen Spesenmonitor gestaltet. Im Kampf gegen die hohe Inflation hält die Europäische Zentralbank (EZB) an ihrem Kurs der schrittweisen Leitzinserhöhungen fest. Am Donnerstag hob sie die Leitzinssätze ein weiteres Mal um jeweils 0,25 Prozentpunkte auf das nunmehr höchste Niveau seit 2001 an. EZB-Chefin Christine Lagarde stellte zudem weitere Erhöhungen in Aussicht. Es mehrten sich jedoch auch Warnungen vor negativen Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum durch die anhaltende Verschärfung der Geldpolitik.

Der zentrale Leitzins, also der Satz, zu dem Geschäftsbanken sich Geld bei der EZB leihen können, steigt nun auf 4,0 Prozent. Die beiden anderen Zinssätze erhöhte die EZB ebenfalls um 0,25 Punkte auf 4,25 Prozent beziehungsweise 3,5 Prozent. Dabei handelt es sich um die Zinssätze für die Spitzenrefinanzierungsfazilität zur kurzfristigen Beschaffung von Geld sowie für die Einlagefazilität, wenn Banken ihr Geld bei der EZB einlagern.

Inflation geht zurück, ist aber zu hoch

"Die Inflation ist zwar zurückgegangen, dürfte aber noch zu lange zu hoch bleiben", erklärte die EZB. "Die Indikatoren für den zugrunde liegenden Preisdruck sind nach wie vor stark, auch wenn sich einige erste Anzeichen einer Abschwächung zeigen." Die Inflation im Euroraum war im Mai merklich auf 6,1 Prozent zurückgegangen. Allerdings hatte die Teuerungsrate zuvor im April sogar noch leicht angezogen und war von 6,9 Prozent im März auf 7,0 Prozent gestiegen.

Die EZB verwies nun auf "vergangene Aufwärtsüberraschungen" sowie die Auswirkungen des robusten Arbeitsmarktes. Bei niedriger Arbeitslosigkeit steigen tendenziell die Löhne, was wiederum Preissteigerungen ankurbeln kann. Die EZB-Experten korrigierten deshalb ihre Inflationsprognose leicht nach oben. Für heuer war die EZB in ihrer März-Prognose von 5,3 Prozent ausgegangen, nun sind es 5,4 Prozent. Für 2024 sagt sie eine Teuerungsrate von 3,0 Prozent (März-Prognose 2,9 Prozent) voraus. Für 2025 wird eine Rate von 2,2 (2,1) Prozent erwartet.

Die Zinsanhebung war von Marktbeobachtern erwartet worden. Mit Spannung wurde deshalb vor allem auf Hinweise über den weiteren Kurs der EZB gewartet. Die US-Notenbank Fed hatte am Mittwoch nach zehn Leitzinserhöhungen in Folge erstmals eine Unterbrechung eingelegt. Sie ließ den Leitzins erstmals seit Beginn März 2022 unverändert. "Wir denken nicht über eine Pause nach", sagte hingegen Lagarde. So lange es keine signifikanten Änderungen in den Annahmen über die weitere Entwicklung gebe, werde die Zentralbank im Juli die Zinsanhebung fortsetzen. Die EZB sei "noch nicht fertig" mit ihren Bemühungen, die Inflation zu senken.

Höhere Zinsen gelten als Mittel gegen die Teuerung - sie wirken aber auch bremsend auf das Wirtschaftswachstum. Die EZB korrigierte nun ihre Erwartungen für das Wirtschaftswachstum in diesem und den kommenden Jahren um jeweils 0,1 Prozentpunkte nach unten. So wird die Wirtschaft im Euroraum nach der neuesten EZB-Vorhersage in diesem Jahr um 0,9 Prozent wachsen und damit etwas schwächer als die im März noch vorhergesagten 1,0 Prozent. Im kommenden Jahr soll das BIP um 1,5 (1,6) Prozent zulegen. Für 2025 wird ein gegenüber der März-Projektion unveränderter Zuwachs der Wirtschaftsleistung um 1,6 Prozent erwartet.

(fd/apa)

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