Fabian (8) ermordet
Staatsanwaltschaft informiert
(08.03.2026) Der Mordfall um den achtjährigen Fabian aus Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) erschütterte ganz Deutschland. Fünf Monate nach dem Verbrechen will die Staatsanwaltschaft Rostock am Montag einen neuen Ermittlungsstand präsentieren. Ob dabei auch eine Anklage erhoben wird, ist bislang noch unklar. Eine Frau sitzt bereits seit November 2025 wegen dringenden Mordverdachts in Untersuchungshaft. Das Gericht hatte zuletzt entschieden, dass sie weiter in Haft bleibt.
Fabian verschwand plötzlich aus der Wohnung
Der achtjährige Fabian war an diesem Tag krank zu Hause geblieben, während seine Mutter arbeitete. Als sie später zurückkam, war der Junge spurlos verschwunden. Sofort begann eine große Suchaktion mit Polizei, Spürhunden und vielen Helfern aus der Region. Vier Tage später dann die traurige Gewissheit:
Fabians Leiche wurde in einem Waldgebiet bei Klein Upahl entdeckt, etwa 15 Kilometer von seinem Zuhause entfernt. Die Obduktion ergab schnell, dass der Junge Opfer eines Gewaltverbrechens geworden war.
Bis heute ist nicht vollständig geklärt, wo genau Fabian getötet wurde.
Die Ermittler gehen mehreren Szenarien nach:
- Möglich ist, dass der Junge an einem anderen Ort getötet wurde.
- Der Fundort im Wald könnte lediglich der Ablageort der Leiche gewesen sein.
- Spuren wie Fasern, Bodenproben und biologische Rückstände wurden dort gesichert und untersucht.
Auch Fahrzeugbewegungen rund um den Tatzeitraum stehen im Fokus der Ermittlungen.
Anfang November kam es schließlich zur Festnahme
Eine Frau aus einem Dorf nahe Güstrow wurde wegen dringenden Mordverdachts verhaftet. Die Tatverdächtige soll nach bisherigen Ermittlungen die Ex-Partnerin von Fabians Vater sein. Ermittler gehen deshalb auch der Frage nach, ob persönliche Konflikte eine Rolle bei dem Verbrechen gespielt haben könnten. Die Ermittler interessierten sich besonders für ihr Fahrzeug – einen orangefarbenen Ford Ranger. Zeugen wurden aufgerufen, Beobachtungen rund um den 10. Oktober zu melden.
Die Ermittlungen sind umfangreich:
- Ermittler haben fast 1.000 Spuren überprüft.
- Mehrere Häuser und Grundstücke wurden durchsucht.
- Auch ein Tümpel nahe dem Fundort wurde abgesucht.
Trotz der intensiven Ermittlungen fehlen weiterhin entscheidende Beweise – etwa eine mögliche Tatwaffe.
Neue Informationen am Montag erwartet
Nach monatelangen Ermittlungen könnte der Fall nun eine entscheidende Wendung nehmen. Die Staatsanwaltschaft Rostock will am Montag neue Informationen zum Stand der Ermittlungen veröffentlichen. Ob damit auch der Abschluss der Ermittlungen und eine Mordanklage verbunden ist, bleibt zunächst offen. Der Tod des kleinen Fabian bewegt die Menschen bis heute – viele hoffen nun, dass die neuen Informationen endlich mehr Klarheit in einen der erschütterndsten Kriminalfälle des Jahres bringen.
(fd)