Fake-Beauty-Ärztin

Nicht zu Prozess erschienen

(10.09.2021) Wegen vielfacher Körperverletzung mit dramatischen Folgen und betrügerischen Aktivitäten hätte eine falsche Beauty-Ärztin heute vor Gericht in Wien stehen sollen. Die 25-Jährige ist allerdings untergetaucht und nicht erschienen. Nur ihre Assistentin, die eigentlich Schuhverkäuferin ist, hat sich vor Gericht eingefunden. Wann die Verhandlung stattfinden kann bleibt unklar.

Ohne Ausbildung Patientinnen behandelt

Die Frau, die nie eine medizinische Ausbildung abgeschlossen hat, soll zwischen November 2020 und April 2021 fast zwei Dutzend Kundinnen behandelt haben. Die Vorgehensweise ist dabei technisch nicht sachgemäß abgelaufen, schwere Verletzungen und Schmerzen waren die Folge. Bei der Einvernahme der 22-jährigen Assistentin hat sich gezeigt, wie wenig sich bei den Behandlungen um die Kundinnen gekümmert wurden. Sie hat gestanden, beispielsweise eine Frau verunstaltet zu haben, als sie ihr in Vertretung ihrer Chefin die Lippen aufgespritzt hat.

Schwere Körperverletzung

Zur Assistentin ist sie zudem gemacht worden, als sie ihre Mutter zu einer Nachuntersuchung bei der Fake-Ärztin begleitet hat. Diese hat über ihre damalige Gehilfin geklagt und prompt die 22-Jährige eingestellt. Sie hat dann Desinfektionsarbeiten, sowie die Terminverwaltung übernommen. Außerdem hat sie die Chefin auch im Krankheitsfall bei Behandlungen vertreten. Das Resultat laut Staatsanwaltschaft: schwere Körperverletzung. Bei vielen Patientinnen sind erhebliche körperliche, als auch psychische Schäden entstanden.

(VK)

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