Falsches Knie operiert

Klinik Innsbruck

(27.02.2026) Zu einem wohl ungewöhnlichen Vorfall ist es am Mittwoch bei einer geplanten Arthroskopie (Kniespiegelung, Anm.) des Knies einer Patientin an der Innsbrucker Klinik gekommen: Es wurden die Seiten verwechselt und der Eingriff am falschen Knie begonnen, teilten die tirol kliniken am Freitag mit.

Nachdem man den Irrtum bemerkt hatte, wurde der Eingriff sofort abgebrochen und die Patientin aus der Narkose aufgeweckt. Es würden keine Folgeschäden entstehen, betonte man.

Weshalb es zu der anfänglichen Verwechslung kam, müsse noch geprüft werden, hieß es. Nachdem der Eingriff begonnen worden war, sei sofort klar geworden, dass an dem betroffenen Knie kein Schaden vorlag. Die Patientin sei über den Vorfall umfassend informiert worden, es sei zudem eine Meldung an die Haftpflichtversicherung der landeseigenen tirol kliniken übermittelt worden.

"Kleiner Zwischenfall ohne Folgen"

Die Verantwortlichen betonten, dass man sich bei der Frau in aller Form entschuldigt habe und den "Zwischenfall" bedauere. "Rein medizinisch gesehen handelt es sich um einen kleinen Zwischenfall ohne Folgen, da der Eingriff rechtzeitig abgebrochen wurde. Dennoch nehmen wir das Geschehene sehr ernst", erklärte der Ärztliche Direktor der Innsbrucker Klinik, Alois Obwegeser. Es seien "bereits alle Schritte eingeleitet, um den Vorfall gemeinsam mit allen involvierten Berufsgruppen bis ins Detail aufzuarbeiten, um daraus Schlussfolgerungen zu ziehen, wie wir unsere bereits sehr hohen Sicherheitsmaßnahmen noch weiter verbessern können."

Bei einer Arthroskopie handelt es sich um einen minimalinvasiven Eingriff, mit dem Schäden im Inneren des Knies behandelt werden können. Früher wurde der Eingriff laut Klinik auch aus diagnostischen Gründen durchgeführt, um eventuelle Schäden überhaupt feststellen zu können.

(APA/KS)

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