Fasching und Karneval

Messerangriffe und Unfälle

(15.02.2026) Eigentlich sollte jetzt die Zeit der Kostüme, Umzüge und ausgelassenen Stimmung sein – doch die Karnevals- und Faschingssaison 2026 wird zunehmend von Gewalt und schweren Zwischenfällen überschattet. In Deutschland erschüttert eine Serie von Messerattacken in Nordrhein-Westfalen mehrere Städte, während es in Österreich nach Faschingsumzügen zu dramatischen Unfällen mit zahlreichen Verletzten kam.

Blutiger Streit im Linienbus

In Wuppertal eskalierte Samstagnacht ein Streit zwischen zwei Karnevalsgruppen in einem Linienbus des Schienenersatzverkehrs. Ein 19-jähriger Mann soll dabei ein Messer gezogen und drei Fahrgäste verletzt haben. Ein 19-Jähriger wurde schwer am Bauch verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Ein 20-Jähriger erlitt Verletzungen im Gesicht, ein 24-Jähriger wurde an der Hand verletzt.

Der mutmaßliche Täter flüchtete zunächst, wurde aber in Tatortnähe festgenommen. Das Messer wurde später in einem Gebüsch gefunden. Im Polizeigewahrsam soll der 19-Jährige randaliert haben, weshalb er in eine psychiatrische Einrichtung gebracht wurde. Gegen ihn wird ermittelt – auch eine Ausweitung auf ein versuchtes Tötungsdelikt ist laut Berichten nicht ausgeschlossen.

Weitere Messerattacken in NRW: Leverkusen und Grefrath

Der Vorfall in Wuppertal ist nicht der einzige: Bereits in den vergangenen Tagen kam es in NRW zu zwei weiteren schweren Messerangriffen im Umfeld von Karnevalsfeiern.

In Leverkusen-Schlebusch wurde ein 15-jähriger Jugendlicher bei einer Karnevalsveranstaltung lebensgefährlich verletzt. Der Stich traf eine Arterie im Oberschenkel, der Junge verlor viel Blut und musste notoperiert werden. Laut aktuellen Informationen befindet er sich inzwischen außer Lebensgefahr.

In Grefrath am Niederrhein wurde ein 20-jähriger Mann nach einer Karnevalsfeier schwer verletzt. Die Mordkommission ermittelt dort wegen versuchten Totschlags. Ein 16-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen, weitere Personen stehen im Fokus der Ermittlungen.

Mehrere Verletzte nach Faschingsumzug in Niederösterreich

Während in Deutschland vor allem Gewalt die Schlagzeilen bestimmt, kam es in Österreich zu schweren Unfällen rund um Faschingsveranstaltungen.

In Pellendorf in Niederösterreich wurden bei der Heimfahrt von einem Faschingsumzug fünf Menschen verletzt, nachdem zwei Autos ein Traktor-Anhänger-Gespann touchiert hatten. Der Anhänger, auf dem sich laut Polizei neun Personen befanden, kippte um. Eine Person wurde schwer verletzt, mehrere weitere mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Die Verletzten sind zwischen 14 und 34 Jahre alt.

Frauenkirchen: Zuschauerin von Faschingswagen überrollt

Auch im Burgenland endete eine Faschingsveranstaltung mit einem Schockmoment. Bei der Frauenkirchner Faschingsgaudi stürzte eine 61-jährige Zuschauerin offenbar im Gedränge und kam einem Wagen zu nahe. Der Anhänger rollte über ihr Bein. Ein Notarzthubschrauber brachte die Frau mit einem Bruch ins Krankenhaus.

Wenn Feiern zur Gefahr wird

Die Fälle zeigen, wie schnell die „fünfte Jahreszeit“ kippen kann – sei es durch Streit, Alkohol, Gedränge oder gefährliche Verkehrssituationen mit Faschingswagen. Während in NRW die Diskussion um Waffenverbotszonen und strengere Kontrollen erneut aufflammt, rückt in Österreich vor allem die Sicherheit bei Umzügen und Anhängern in den Fokus. Karneval und Fasching sollen ein Fest sein – doch die vergangenen Tage machen deutlich: Auch in der närrischsten Zeit des Jahres braucht es klare Regeln, sichere Abläufe und schnelle Hilfe im Ernstfall.

(fd)

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