Februar: Bier wird teurer

Kosten steigen überall

(12.01.2023) Die Privatbrauerei Zwettl und die zugehörige Bierwerkstatt Weitra haben ihren Getränkeausstoß 2022 im Jahresvergleich um 3,24 Prozent auf 216.800 Hektoliter gesteigert. 196.600 Hektoliter entfielen auf Bier, um 0,72 Prozent mehr als im Jahr zuvor. "Der Durst ist zurück", kommentierten die Waldviertler die Entwicklung. Umsatzzahlen werden nicht bekannt gegeben.

Preisanpassungen sind unausweichlich

2022 sei ein "gutes Jahr" gewesen, hieß es aus Zwettl. Das Vorkrisen-Niveau sei zum zweiten Mal in Folge absatz- und wertmäßig übertroffen werden. Herausfordernd für die Brauerei seien "die massiven - und in dieser Form noch nie da gewesenen - Kostensteigerungen in nahezu allen Bereichen" gewesen. "Die Ausgaben für Energie, Rohstoffe, Treibstoffe, Logistik und Verpackung nahmen Dimensionen an, die nach wie vor schwer abbildbar sind." Daraus folgende Preisanpassungen seien "unausweichlich" gewesen.

Brauunion erhöht Preise

Auch das größte österreichische Brauereiunternehmen, die Brauunion, muss die Preise erhöhen. Das bedeutet für die Wirte bis zu 9,5 Prozent Preissteierung und für die Gäste, dass sie ab Februar im Gasthaus bis zu 5 € für ein Krügel bezahlen müssen. Die Wirte haben Angst und fürchten, dass die Kunden bei diesen Preisen kein Fassbier mehr trinken werden. Nur, wie lange wird Flaschenbier noch günstig bleiben?

Bierabsatz ist bislang wieder gestiegen

Der Bier-Absatz habe sich 2022 wieder vom Handel in Richtung Gastronomie verschoben und nahezu auf dem "sonst üblichen Niveau" eingependelt. Nach Ende der Corona-Beschränkungen seien die Umsätze in Lokalen deutlich angestiegen. Vor allem Fassbier sei wieder sehr gefragt gewesen. Laut Karl Schwarz, der die Brauerei in fünfter Generation führt, ist 2022 mengenmäßig um 51 Prozent mehr Bier als im Jahr zuvor in der Gastronomie abgesetzt worden. Dennoch sei man noch "nicht ganz auf Vorkrisen-Niveau angelangt."

(fd/apa)

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