Femizid in Niederösterreich

Weitere Festnahme!

(08.04.2026) Nach dem tödlichen Angriff auf eine 38-jährige Frau in Sooß (Bezirk Baden) liegen neue, erschütternde Details vor. Die Obduktion zeigt das massive Ausmaß der Gewalt – außerdem gibt es eine weitere Festnahme im Umfeld des Täters.

Opfer weist Schuss- und zahlreiche Stichverletzungen auf

Die 38-Jährige wurde laut Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt mit drei Schüssen und zahlreichen Stichverletzungen attackiert. Die Schüsse waren nicht tödlich. Den Tod verursacht haben die Stichverletzungen – diese dürften der Frau mit einem Schraubendreher zugefügt worden sein.

Zweite Festnahme nach Waffenübergabe

Neben dem 47-jährigen Tatverdächtigen wurde nun auch jener Mann festgenommen, der ihm die Neun-Millimeter-Pistole übergeben haben soll.

Die Waffe wurde sichergestellt und dürfte illegal besessen worden sein. Weitere Details zur zweiten Festnahme sind noch offen.

Tat am Ostersonntag – Mann stellte sich selbst

Die Tat ereignet sich am Ostersonntag gegen 18:30 Uhr im Garten eines Wohnhauses. Der 47-Jährige verständigt danach selbst die Polizei und wird festgenommen. Laut Staatsanwaltschaft hat er die Tat bereits gestanden. Das Paar lebte getrennt und hat vier minderjährige Kinder.

Krone-Bericht: Verstörende Aussagen zum Motiv

Laut einem Bericht der „Krone“ soll der Tatverdächtige bei seiner Einvernahme ein verstörendes Motiv geschildert haben. Demnach habe er angegeben, seine Frau sei von „schwarzer Magie“ besessen gewesen und stelle eine Gefahr für die gemeinsamen Kinder dar. Sein Anwalt wird damit zitiert, dass der Mann geglaubt habe, seine Kinder schützen zu müssen. Diese Angaben stammen aus Medienberichten und sind nicht Teil der offiziell bestätigten Ermittlungsergebnisse.

Offiziell gilt derzeit eine eskalierte Beziehungssituation als wahrscheinlich. Zwischen dem getrennt lebenden Paar soll es zuvor immer wieder Streit gegeben haben. Die genauen Hintergründe der Tat sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

Erschütternder Fall von Gewalt gegen Frauen

Der Fall sorgt österreichweit für große Betroffenheit und reiht sich in eine Serie schwerer Gewaltverbrechen gegen Frauen ein. Hilfe bei Gewalt: Frauen, die von Gewalt betroffen sind, erhalten Unterstützung unter der Frauenhelpline (0800 222 555) sowie bei Gewaltschutzzentren und Frauenhäusern in ganz Österreich.

Spendenaktion für Kinder gestartet

Für die vier minderjährigen Kinder des Opfers wurde inzwischen eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Unterstützt werden kann über ein Konto der Marktgemeinde Sooß. Ziel ist es, den Kindern nach der tragischen Tat zumindest finanziell etwas Stabilität zu geben.

(fd/krone/heute)

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