FFP2 Masken im Supermarkt

Am Mittwoch gehts los

(14.09.2021) Mit den am Mittwoch (15. September) in Kraft tretenden verschärften Corona-Maßnahmen muss man auch beim Lebensmitteleinkauf anstelle des herkömmlichen Mundnasenschutzes (MNS) wieder eine FFP2-Maske tragen. Die großen Lebensmittelketten Spar, Rewe (Adeg, Billa, Bipa, Billa Plus, Penny), Hofer und Lidl werden ihren Kunden die Masken gratis anbieten. Die Gewerkschaft kritisiert unterdessen, dass die Mitarbeitenden nun wieder FFP2-Masken tragen müssen.

Im Supermarkt

Hofer-Kunden können sich vor dem Einkauf eine FFP2-Maske kostenlos an der Kassa holen. Bereits im vergangenen Frühjahr installierte Plexiglaswände an allen Kassen stellten eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme für Kunden und Beschäftigte dar, erklärte der Diskonter heute in einer Mitteilung. Die Lebensmittelkette Spar hat nach eigenen Angaben von Anfang an Masken gratis an die Kunden abgegeben, man werde das auch weiterhin so halten, sagte eine Sprecherin auf APA-Anfrage. "Aber der Bedarf der Kunden ist nicht mehr so hoch, die meisten haben ohnehin bereits Masken." Auch Rewe (Adeg, Billa, Bipa, Billa Plus, Penny) wird entgegen ersten Aussagen die Masken kostenlos anbieten, Lidl ebenso.

Kritik

Kritik kam am Dienstag von der Gewerkschaft an der FFP2-Maskenpflicht für Angestellte in den Handelsketten. "Der Ärger unter den Beschäftigten über die verordneten Corona-Schutzmaßnahmen im Lebensmitteleinzelhandel ist groß", schreibt die für den Handel zuständige Wirtschaftsbereichssekretärin der Gewerkschaft GPA, Anita Palkovich, in einer Aussendung. Da überdurchschnittlich viele geimpft seien, hätten sich viele Erleichterungen erwartet. "Stattdessen müssen nun wieder alle eine FFP2 Maske tragen, die nachweislich eine extreme Belastung für körperlich schwer arbeitende Menschen darstellt" schreibt Palkovich.

Symbolpolitik?

Außerdem kritisiert Palkovich, dass andere Schutzmaßnahmen wie die Beschränkung der Kundenzahl, Hygienevorschriften oder Plexiglasscheiben in der aktuellen Covid-Verordnung nicht vorgesehen sind. "Man wird den Eindruck nicht los, dass hier reine Symbolpolitik zu Lasten einer besonders belasteten Beschäftigtengruppe betrieben wird, während Arbeitgeber und Einkaufszentrumsbetreiber aus der Verantwortung entlassen werden", so Palkovich.

(fd/apa)

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