Fliegendes Objekt abgeschossen

Größe eines Kleinwagens

(11.02.2023)

Knapp eine Woche nach dem Abschuss eines chinesischen Spionageballons haben die USA ein weiteres fliegendes Objekt in ihrem Luftraum zum Absturz gebracht. Wie der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, am Freitagnachmittag in Washington sagte, wurde das Objekt über dem Staat Alaska abgeschossen. Es sei in rund 40.000 Fuß (12.192 Meter) Höhe geflogen und habe daher den zivilen Luftverkehr gefährdet, sagte Kirby. Wem das Objekt gehöre, wisse man nicht.

Das Objekt habe die Größe eines Kleinwagens gehabt und sei damit kleiner gewesen als der chinesische Ballon, der vom US-Militär nach einem tagelangen Flug über die Vereinigten Staaten über dem Atlantik abgeschossen worden war, so Kirby. Es sei am Donnerstagabend (Ortszeit) erstmals gesichtet worden. US-Präsident Joe Biden sei sofort informiert worden und habe am Freitagvormittag den Abschussbefehl gegeben.

Dem Piloten des beteiligten Kampfjets zufolge war das Objekt unbemannt. "Wir wissen nicht, wem das Objekt gehört", sagte der Sprecher. "Wir wissen nicht, was das für ein Objekt war." Die US-Regierung erhoffe sich Antworten auf diese Fragen durch die Bergung der Trümmer. Teile des Objekts seien nach dem Abschuss wohl auf gefrorenes Wasser gefallen. "Wir hoffen, dass die Bergung erfolgreich sein wird und wir dann etwas mehr darüber erfahren können", sagte Kirby. Der Abschuss erfolgte im äußersten Nordosten Alaskas nahe der kanadischen Grenze.

Pentagon-Sprecher Pat Ryder sagte, nach der ersten Sichtung des Objekts am Donnerstag habe das Luftverteidigungskommando Norad Flugzeuge in die Luft geschickt, um dieses genauer anzuschauen. Danach sei die Entscheidung zum Abschuss gefallen. Ein F-22-Kampfjet habe das Flugobjekt am Freitag um 13.45 Uhr US-Ostküstenzeit (19.45 Uhr MEZ) abgeschossen. Der zentrale Grund für die Entscheidung sei die Gefährdung des zivilen Flugverkehrs gewesen, der ebenfalls in Flughöhen von bis zu 12 bis 13 Kilometern operiere.

Der chinesische Ballon war deutlich höher geflogen - in einer Höhe von mehr als 18 Kilometern und damit weit oberhalb der Reichweite des zivilen Flugverkehrs. Das US-Militär hatte den chinesischen Ballon mehrere Tage über amerikanischem Territorium schweben lassen und wegen der Gefahr durch herabfallende Trümmerteile erst zerstört, als er sich über dem Meer befand.

Unterdessen planen die USA Insidern zufolge, chinesische Firmen, die mit dem chinesischen Spionageballon-Programm in Verbindung gebracht würden, auf eine Export-Sanktionsliste zu setzen. Betroffene Firmen dürfen nicht mehr mit US-Waren beliefert werden.

Das Auftauchen des großen chinesischen Beobachtungsballons im amerikanischen Luftraum hatte in den vergangenen Tagen größere diplomatische Verwerfungen ausgelöst. Angesichts des Streits über den Ballon hatte US-Außenminister Antony Blinken kurzfristig eine Reise nach Peking abgesagt. Die US-Regierung machte außerdem zahlreiche Erkenntnisse zu dem Ballon öffentlich und erhöhte so den Druck auf Peking. Das Außenministerium in Washington warf China vor, ein umfangreiches internationales Überwachungsprogramm zu betreiben: China habe mit einer Flotte von Spionageballons mehr als 40 Länder auf fünf Kontinenten ins Visier genommen. Die chinesische Regierung weist die Anschuldigungen zurück und warf der US-Regierung wegen der Spionagevorwürfe vor, einen "Informationskrieg" zu betreiben.

(APA/jf)

Royals: Kate gesichtet

60 Tage Medienpause

Extremwetter mit 52,3 Grad

Hitzerekord in Indien

Prominentes Familienglück

Harry Potter-Star gesichtet

Bon Jovi approved

Jake und Millie sagen "ja"

Klimaaktivisten: Hungerstreik

Berliner verzichten fürs Klima

"Mörtel" Hochzeit Nummer 6

Samstag im Rathaus

Palästina-Protestcamp geräumt

TU-Wien wieder zugänglich

Alles gute kommt von oben?

Nordkorea schickt Fäkalien