Forschung auf Madagaskar

Haus des meeres expedition

(07.05.2026) Madagaskar gilt aufgrund seiner isolierten Lage im Indischen Ozean als eine der artenreichsten Regionen der Erde. Nun ist ein Team des Hauses des Meeres auf der Insel fündig geworden: Bei einer Expedition im Norden Madagaskars entdeckten die Forschenden gleich mehrere bisher unbekannte Tierarten. In einem kaum erforschten Waldgebiet wurden ein Weißlippen-Madagaskarruderfrosch, ein Chamäleon sowie ein Mikro-Chamäleon fotografisch dokumentiert.

Der Direktor Jeff Schreiner meint, dass die Ergebnisse einmal mehr die Rolle Madagaskars als globalen Hotspot der Biodiversität unterstreichen. Gleichzeitig zeigen sie, wie viele Lebensräume noch unerforscht sind – sowohl in Bezug auf Arten als auch auf ökologische Zusammenhänge.

Schutzmaßnahmen

Die gewonnenen Erkenntnisse fließen zudem in die Entwicklung konkreter Schutzmaßnahmen ein, denn die Biodiversität der Insel ist stark bedroht. Durch Abholzung und Brandrodung wurden in den vergangenen Jahrzehnten große Teile der Wälder zerstört. Viele Arten sind daher auf sehr kleine Lebensräume beschränkt, die laut Haus des Meeres teils kleiner als der Wiener Prater sind.

„Jede neue Erkenntnis, jede dokumentierte Art und jede mögliche Neuentdeckung trägt unmittelbar dazu bei, Schutzmaßnahmen für die Wälder Madagaskars gezielter und wirksamer zu machen. Unsere Forschung leistet damit einen konkreten Beitrag dazu, diese einzigartigen Lebensräume langfristig zu bewahren“, sagte Schreiner.

(APA/KTZ)

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