Frau aus Trümmern gerettet
30 Stunden nach Erdbeben
(12.08.2026) Nach dem verheerenden Erdbeben in Kolumbien vor zwei Tagen steigt die Zahl der Todesopfer weiter. Doch es gibt auch gute Neuigkeiten. Dank des Dauereinsatzes der Feuerwehr und unermüdlicher Hilfe der Bevölkerung konnten weitere Menschen lebend geborgen werden.
Starkes Beben
Das Erdbeben mit der Stärke 7,4 ereignete sich am Montagmorgen. Epizentrum war die westkolumbianische Gemeinde San José del Palmar. Sie liegt in einer relativ armen Region an Kolumbiens Pazifikküste. Mehr als hundert Wohn- und Bürogebäude in mehreren Städten und Orten stürzten aufgrund des Bebens in sich zusammen. Seitdem bemühen sich Soldaten, Feuerwehrleute und Freiwillige mögliche Überlebende aus den Trümmern zu befreien.
Lichtblicke inmitten des Unglücks
Nach 30 Stunden konnte am Dienstag die 31-jährige Diana Troncoso aus den Trümmern eines Gebäudes in der Stadt Cali befreit werden. Der Rettungseinsatz war komplex und dauerte laut der lokalen Feuerwehr rund 16 Stunden.
Sieben oder acht Meter mussten sich Bergungsteams laut Angaben vorarbeiten, um Troncoso zu befreien. Sie war im zweiten Stock eines einstmals fünfstöckigen Gebäudes eingeklemmt.
Der Kampf der Feuerwehrleute um Menschenleben geht weiter. Alleine in dem einstigen Haus aus dem Troncoso befreit wurde, sollen 24 Menschen von Gebäudeteilen begraben worden seien. Zahlreiche gelten weiter als vermisst.
Vater rettet Baby
Eine weitere rührende Geschichte von Montag wurde heute bekannt. Ein Baby und dessen Vater sind lebend aus einem eingestürzten Haus gerettet worden, berichten kolumbianische Medien.
Der Mann schützte sein etwa zwei Monate altes Kind mit seinem Körper, als das fünfstöckige Gebäude, in dem sich die beiden befanden, kollabierte.
(apa/afp/dpa/mm)