Frau zwei mal gewürgt

vom eigenen Mann

(28.10.2021) In der vergangenen Woche soll eine Frau in Wien Landstraße zwei Mal von ihrem Ehemann fast erwürgt worden sein, sodass sie das Bewusstsein verloren hat. Der Mann wurde zwar angezeigt, befand sich aber zunächst auf freiem Fuß.

Anfang der Woche drückte ein 55-jähriger seiner Ehefrau einen Polster ins Gesicht, am Mittwoch würgt er sie mit bloßen Händen. Beide Male verlor sie das Bewusstsein. Es soll in der Beziehungen zu der Zeit Streit wegen finanzieller Probleme gegeben haben. Die 60-Jährige hat sich nach den Angriffen aber nicht getraut, die Polizei zu alarmieren. Ihre Schwester kam zur Rettung und rief die Polizei zur Hife.

Nach Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der Mann zur sofortigen Vernehmung gebracht. Zunächst wurde er nicht festgenommen, sondern bloß auf freiem Fuß angezeig. Ihm wurde ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen. Weitere Ermittlungen waren am Donnerstag am Laufen. Die 60-jährige musste zwar von den Rettungskräfte medizinisch versorgt, aber nicht ins Krankenhaus gebracht werden.

Erst am Mittwoch haben die Autonomen Österreichischen Frauenhäuser in einer Aussendung einen grundlegenden "gesellschaftlichen Klimawandel" gegen Männergewalt an Frauen gefordert, nachdem rund um den Feiertag wieder Frauen von ihren Partnern lebensgefährlich verletzt wurden. "Die Brutalität und zunehmende Männergewalt an Frauen ist unhaltbar. Seit Beginn 2014 haben bereits 223 Frauen ihr Leben verloren. Dieses enorme Ausmaß an Gewalt können und wollen wir nicht mehr hinnehmen", hieß es. "Die Folgekosten der Männergewalt an Frauen sind nicht nur hohe volkswirtschaftliche Ausgaben; sie kostet dem Staat Milliarden. Sie ist aber vor allem eine Sicherheitskrise für unsere Gesellschaft, besonders für Frauen und Kinder. Viele Frauen leben in Angst und Panik und fühlen sich vom Staat in Stich gelassen."

(MW/APA)

(S E R V I C E - Frauen, die Gewalt erleben, finden Hilfe und Informationen bei der Frauenhelpline unter: 0800/222 555 (kostenlos und rund um die Uhr), www.frauenhelpline.at; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter www.aoef.at und der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie: www.interventionsstelle-wien.at. Betroffene von Gewalttaten und Verbrechen können sich an die Opferschutzorganisation Weißer Ring wenden unter der Tel.: 0800/112-112, www.opfernotruf.at)

Wenn akute Gewalt droht, rufen Sie sofort den Polizeinotruf unter 133 oder 112. Gehörlose und Hörbehinderte können per SMS an 0800/133 133 Hilfe rufen (Polizeinotruf).

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