Fukushima-Kühlwasser

Jetzt kommt das Gift ins Meer

(23.08.2023) Gibt es da echt keine bessere Lösung? Kurz vor der geplanten und äußerst umstrittenen Einleitung von Kühlwasser aus dem zerstörten Atomkraftwerk Fukushima in den Pazifischen Ozean laufen die letzten Vorbereitungen. Die Betreiberfirma Tepco erklärte heute, am Vorabend sei ein erster Kubikmeter des Kühlwassers mit rund 1200 Kubikmeter Meerwasser verdünnt worden. Den Angaben zufolge wurden vorher fast alle radioaktiven Bestandteile bis auf Tritium herausgefiltert.

Das Gemisch werde nun auf seinen Tritium-Gehalt getestet und ab Donnerstag mit weiterem Wasser, das auf dem Kraftwerksgelände gelagert wird, in den Pazifischen Ozean geleitet, erklärte Tepco weiter. Medienberichten zufolge soll dies gegen 13.00 Uhr (Ortszeit, 06.00 Uhr MESZ) beginnen. Insgesamt sollen den japanischen Plänen zufolge nach und nach mehr als 1,3 Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Atomkraftwerk ins Meer geleitet werden. Das AKW Fukushima Daiichi war 2011 von einem schweren Erdbeben und einem Tsunami getroffen worden. Das Kühlsystem fiel aus, in drei der sechs Reaktoren kam es zur Kernschmelze.

Japan befürchtet nun wegen Importverboten für seine Meerestiere aufgrund des geplanten Einleitens von Fukushima-Wasser massive Wirtschaftseinbußen in der Fischerei. Man rechne mit "erheblichen" Folgen des Einfuhrverbots für Fische und Meeresfrüchte durch Hongkong und Macau, sagte ein Vertreter des Ministeriums für Landwirtschaft und Fischerei in Tokio am Mittwoch. Das gefilterte und stark verdünnte Wasser unterschreite in puncto Verschmutzung international zulässige Grenzwerte, betonte Japan. Doch in Russland und China stößt das Vorgehen auf scharfe Kritik. Anrainerstaaten befürchten, dass das Wasser Lebensmittel verunreinigen könnte.

China ist größter Importeur japanischer Meeresfrüchte. Das Außenministerium in Peking erklärte am Mittwoch, man werde Maßnahmen zum Schutz seiner Meeresumwelt, der Lebensmittelsicherheit und der öffentlichen Gesundheit ergreifen. China verbietet den Import von Meeresfrüchten aus zehn japanischen Präfekturen, darunter Fukushima und die Hauptstadt Tokio. Dies kündigten zuletzt auch die chinesischen Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau an. Hongkong setzte ein Spezialteam der Regierung ein, um das Importverbot zu überwachen. Die Maßnahme umfasst lebende, gefrorene, gekühlte und getrocknete Produkte, Meersalz und Algen. Dabei sollen tägliche Strahlungsproben veröffentlicht werden.

China ist Japans wichtigster Absatzmarkt für Jakobsmuscheln sowie ein großer Abnehmer von Seegurken und importierte 2022 japanische Meeresfrüchte im Wert von 87,1 Milliarden Yen (554 Millionen Euro). Dies entspricht Japans Fischereiministerium zufolge einem Fünftel der gesamten Exporte von Meeresfrüchten. Demnach kaufte Hongkong, Japans zweitgrößter Importeur, Meeresfrüchte im Wert von 75,5 Milliarden Yen.

(fd/apa)

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