Gas aus Russland sicher!

Sagt Nehammer!

(22.02.2022) Rund ein Viertel aller österreichischen Haushalte heizt, bzw. kocht mit Gas. Wegen der Gefahr eines Krieges haben jetzt natürlich viele Österreicher Angst davor, dass das Gas einfach abgedreht wird. Diese Gefahr besteht aber nicht. Das hat heute Bundeskanzler Karl Nehammer gesagt. Am Vormittag hat sich Nehammer zum Russland-/Ukraine-Konflikt geäußert, nachdem der sogenannte Sicherheitsrat getagt hat. Nehammer hat die Neutralität Österreichs betont, gleichzeitig aber auch, dass 'Österreich dennoch eine Meinung habe'. Sanktionen gegen Russland würden innerhalb der Europäischen Union akkordiert erfolgen.

Auf die Angst vieler Österreicher angesprochen, was die Energiesicherheit betrifft, versucht Nehammer zu beruhigen. Haushalte müssten keine Angst davor haben, dass sie nicht mehr heizen können.

E-Control: Haushalte nicht betroffen

Bereits zuvor hat die Regulierungsbehörde E-Control es grundsätzlich für unwahrscheinlich gehalten, dass Russland die Gaslieferungen einstellt oder auch nur drosselt. Aber selbst wenn, wären die Haushalte die letzten, die darunter leiden würden. Das habe nicht nur politische, sondern auch technische Gründe, so E-Control-Vorstand Alfons Haber im Gespräch mit der APA.

Denn wenn es nicht ausreichend Gas gibt, könne der Druck in den Leitungen sinken. Haushalte sind aber die Gasverbraucher, die den geringste Gasdruck brauchen und könnten daher auch technisch am längsten versorgt werden. Die in Österreichs Gasspeichern derzeit lagernden Gasvorräte reichen auch für den Haushaltsbedarf deutlich über die Heizperiode hinaus. Rund 17 Terawattstunden (TWh) an Gas liegt in Österreich in Speichern, Haushalte brauchen in der aktuellen Jahreszeit aber nur etwa 2 bis 3 TWh pro Monat - mit stark abnehmender Tendenz, wenn es wärmer wird.

Selbst wenn Russland kein Gas mehr über die Ukraine liefern würde, könnte Österreich über die alte Pipeline Nordstream I weiter Gas aus Russland beziehen, so Haber. Auch Anlieferungen von Flüssigerdgas (LNG) wären möglich. Europa habe zwar inzwischen ausreichend Kapazitäten, das Gas importieren zu können, offen ist aber, ob es ausreichend freie Schiffskapazitäten gäbe, um das Flüssigerdgas nach Europa zu bringen. Und offen ist auch, welche Preise sich Europa leisten würde wollen.

Während die Gasversorgung für Haushalte noch länger gesichert scheint, wäre es für gewisse Industriekunden anders. Da würde die E-Control erst Gespräche aufnehmen, damit diese "Spitzenlasten reduzieren", aber bei Bedarf könnten auch größere Kunden eingeschränkt werden.

Rechtlich gehört nicht alles Gas in Österreichs Speichern der Republik Österreich bzw. österreichischen Unternehmen. Aber in einem echten Notfall - den es noch nie gegeben hat, wie Haber betont - könnte Österreich auf Basis des Energielenkungsgesetzes wohl auf alle in Österreich gelagerten Erdgasbestände zurückgreifen. So ein Notfallszenario zeichne sich aber nicht ab und auch in allen bisherigen Krisen hätten immer alle Vertragspartner alle Verpflichtungen erfüllt.

(APA / MK)

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