Geburten sinken, Ehen auch
Demografie im Umbruch
(25.02.2026) In Österreich haben sich im vergangenen Jahr 2025 mehrere demografische Trends weiter fortgesetzt: Es wurde seltener geheiratet, die Zahl der Geburten erreichte einen neuen Tiefstand und dennoch stieg die Lebenserwartung weiter an. Das zeigen vorläufige Zahlen der Statistik Austria.
Rückgang bei Eheschließungen
Im vergangenen Jahr wurden österreichweit 44.502 Ehen geschlossen. Das entspricht einem Rückgang von 2,9 Prozent im Vergleich zu 2024 (45.810). Auch die Zahl der Scheidungen war leicht rückläufig (2024: 14.963) und lag bei 14.895. Gleichzeitig entschieden sich 1.938 Paare für die Begründung einer eingetragenen Partnerschaft, ein geringfügiges Plus gegenüber dem Vorjahr (2024: 1.884). Seit der Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare (1. Jänner 2019) bleibt auch dieser Bereich stabil: 806 gleichgeschlechtliche Paare haben sich im vergangenen Jahr das „Ja-Wort“ gegeben, darunter 401 männliche und 405 weibliche Paare. Das entspricht einem leichten Plus von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Historischer Tiefstand: 1,29 Kinder pro Frau
Noch deutlicher zeigt sich der Wandel beim Blick auf die Geburtenstatistik: 75.718 Kinder kamen 2025 lebend zur Welt, zwei Prozent weniger als im Jahr zuvor. Damit sank die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau auf 1,29 und erreichte einen neuen historischen Tiefstand (2024: 1,31). Das bedeutet, dass es so wenige Neugeborene gab wie seit 2001 nicht mehr, wobei zu berücksichtigen ist, dass die Gesamtbevölkerung damals um mehr als eine Million Menschen geringer war. Zugleich wurden 86.766 Todesfälle registriert, das sind 1,9 Prozent weniger als 2024. Unter dem Strich starben somit um 11.048 Menschen mehr, als geboren wurden, somit ist es das sechste Jahr in Folge mit negativer Geburtenbilanz. Trotz dieser Entwicklung stieg die Lebenserwartung bei der Geburt um 0,3 Jahre und erreicht bei Männern 80,2 und bei Frauen 84,6 Jahre.
(apa/mk)