Gemeindebau wieder teurer

Anstieg um 44 Prozent

(28.09.2022) 600 Wohnungen sind von der enormen Teuerung betroffen. Es sind um bis zu 300 Euro mehr, und das pro Monat! Bereits im April gibt es für 80.000 Gemeindewohnungen eine Zinserhöhung um sechs Prozent.

Jetzt steigen die Preise für die Mieter eines Gemeindebaus in der Doderergasse in Floridsdorf aber um bis zu 44 Prozent! Für viele Bewohner ist diese Preissteigerung nicht mehr leistbar. „Das ist für viele der finanzielle Todesstoß“, sagt Jacqueline Brucker, die die Bewohner mobilisiert hat, ihre Stimmen zu erheben. „Bei einem Nachbarn hat sich die Miete von 464 auf 729 Euro erhöht. Das sind fast 300 Euro mehr. Zahlbar ab 1. Oktober“, erzählt Brucker.

(K)ein Grund zur Preiserhöhung?

Grund für die Teuerung soll die auslaufende Wohnbauförderung sein, wie Wiener Wohnen erklärt. 600 Wohnungen seien davon betroffen. Bruckner argumentiert jedoch, dass es während dieser Teuerungswelle doch möglich sein müsse, darauf zu verzichten. Denn die Stadt Wien ist ja schließlich der Eigentümer von Wiener Wohnen. „Das ist für einige die dritte Erhöhung in diesem Jahr“, erklärt sie.

Die Bewohnerinnen und Bewohner sind überfordert und fühlen sich hilflos. "Wir überlegen schon, was wir noch streichen sollen, um die Miete zahlen zu können. Ich zahle nun 189 Euro mehr", so die 32-Jährige Amara Chaudry gegenüber der Kronen Zeitung. Die Mieterin Martina Hof erzählt: "Bei mir sind es 100 Euro pro Monat mehr. Wie ich das schaffe, weiß ich nicht. Ich bin nämlich krank. Hilfe habe ich beantragt."

Zusammenhalt auf Facebook

Um möglichst viele Betroffene zusammenzubringen eröffnet Jacqueline Brucker die Facebook-Gruppe "Mietschock Wien" . "Jetzt ist es soweit, Mieten sind unleistbar und treffen uns härter als den je, wir müssen als Gemeinschaft dagegen etwas unternehmen, je mehr zusammen kommen , desto mehr kluge Köpfe können dagegen antreten", schreibt die 36-Jährige. Mittlerweile sind knapp 800 Mitglieder dieser Gruppe beigetreten.

(JF)

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