Tirol: Todescrash auf Schienen

Vater stirbt heute im Spital

(04.08.2022) (update 14:10) Jetzt sind weitere Details zum gestrigen Zugsunglück in Tirol bekannt geworden. Das Kind, das um Leben gekommen ist, war erst vier Jahre alt. Wie die Polizei gerade mitgeteilt hat, ist jetzt auch der 35-jährige Vater des Kindes seinen schweren Verletzungen erlegen.

An einem beschrankten Bahnübergang in St. Johann in Tirol (Bezirk Kitzbühel) ist gestern am frühen Abend ein Auto von einem herannahenden Zug erfasst worden. Dabei kam der vierjährige Bub aus Saudi-Arabien ums Leben. Er verstarb noch an Ort und Stelle, sagte ein Polizeisprecher gestern Abend zur APA. Die ebenfalls mitreisende Mutter sowie zwei weitere Kinder der Familie blieben unverletzt. Der Vater hat noch versucht den Buben aus dem Auto zu zerren, beide wurden vom Zug überfahren.

Zu dem tödlichen Zusammenstoß war es gegen 17.00 Uhr an der sogenannten Egger-Kreuzung gekommen. Nach bisherigem Erhebungsstand dürfte sich ein Stau zur Straße hinaus gebildet haben, wie es dort öfter vorkomme, so die Polizei. Dabei soll der 35-Jährige als Lenker des Wagens nicht vor dem Bahnübergang gehalten haben, sondern auf die Gleise gefahren sein, worauf sich die Schranken schlossen. Dies würden auch Zeugenaussagen bestätigen.

Die Mutter sowie die beiden ebenfalls unverletzten Kinder konnten sich noch in Sicherheit bringen, nachdem sie durch Schreie von Zeugen gewarnt worden waren. Vater und Sohn waren ebenfalls gerade aus dem Auto gestiegen, wurden jedoch von einem Regionalzug mit 62 Passagieren erfasst, der nicht mehr rechtzeitig bremsen konnte. Der Zug befand sich auf dem Weg von Kitzbühel nach St. Johann.

Alle Passagiere blieben laut ÖBB unverletzt. Sie wurden evakuiert und mit Bussen weitertransportiert.

(MK/fd/APA)

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