Grönemeyer sorgt für Aufsehen
Polit-Message polarisiert
(23.02.2026) Mit scharfen politischen Aussagen hat Herbert Grönemeyer am Donnerstagabend in der Wiener Stadthalle für heftige Reaktionen gesorgt. Wie die „Krone“ berichtet, sorgte ein Rundumschlag des deutschen Musikers gegen „die Rechten“ bei Teilen des Publikums für Empörung.
„Rechte sollen in ihre Löcher verschwinden“
Laut „Krone“ erklärte Grönemeyer während des Konzerts: „Ich werde bald 70 und hätte nicht gedacht, dass ich in meinem Leben noch einmal für die Demokratie eintreten muss.“ Man werde „so lange durchhalten, bis diese ganze Hetze und die Menschen mit ihrem furchtbaren rechten Geschwafel wieder in ihren Löchern verschwinden“.
Zudem widmete er das zweisprachige Lied „Doppelherz“ „allen Migranten“ und bezeichnete es als „widerlich“, Flüchtlingen das Leben hier verbieten zu wollen.
Kritik von FPÖ-nahem Berater
Unter den Konzertbesuchern war laut „Krone“ auch der FPÖ-nahe Politikberater Stefan Petzner. Er fühlte sich durch mehrere Aussagen provoziert. „Für das Zahlen der teuren Tickets sind wir gut genug, aber gesungen wird für Migranten und Flüchtlinge – nicht mit mir“, wird Petzner zitiert. Grönemeyer sorgt immer wieder für Zündstoff bei seinen Konzerten, das ist nicht neu.
Besonders störte ihn, dass Grönemeyer allgemein von „den Rechten“ sprach. „Jeder Bürger dieses Landes, der sich als politisch rechts der Mitte einstuft, soll laut Grönemeyer also ,verschwinden‘“, so Petzner gegenüber der „Krone“.
Wie die „Krone“ weiter berichtet, sorgten die Aussagen auch in sozialen Netzwerken für Diskussionen. Einige Nutzer sprachen von einer „politischen Hassrede“ auf der Konzertbühne. Petzner meinte dazu: „Wenn Herr Grönemeyer Politik machen will, dann soll er die Konzertbühne in eine Wahlkampfbühne umtaufen.“ Während viele Fans die klaren Worte des Musikers begrüßten, fühlten sich andere durch die politischen Aussagen vor den Kopf gestoßen.
(fd/krone)