Graz: Gesunde Lunge entfernt!
Wieder Fehldiagnose?
(04.02.2026) Eine gesunde 48-jährige Frau wurde angeblich wegen Krebsverdacht operiert und verlor Lungengewebe, obwohl sie nie Lungenkrebs hatte. Das ServusTV-Nachrichtenmagazin „BLICKWECHSEL“ bringt in seiner aktuellen Ausgabe am Donnerstag, 5. Februar, ab 21:15 Uhr live bei ServusTV und ServusTV On einen brisanten Bericht über die gefährlichen Konsequenzen von Fehldiagnosen im Gesundheitssystem.
Krankenhauseinweisung wegen Verdacht auf Lungenkrebs
Im September 2024 wurde die 48-jährige Patientin mit Fieber, Schüttelfrost und Abgeschlagenheit im LKH Graz II aufgenommen. Ein CT zeigte laut BLICKWECHSEL entzündliche Veränderungen, aber keine eindeutigen Tumorzeichen. Dennoch wurde zur Abklärung eine Gewebeprobe entnommen – und diese wurde fälschlich als Adenokarzinom (Lungenkrebs) diagnostiziert.
Unnötige Operation – gesundes Gewebe entfernt. Auf Grundlage der Fehldiagnose wurde der Frau in einer Privatklinik ein Teil der Lunge entfernt, obwohl sie gesund war und keinen Krebs hatte. Erst nach der Operation stellte sich heraus, dass nie ein Tumor vorlag. Die Frau trägt nun dauerhafte Schäden: Eine 15–17 cm Narbe, Taubheitsgefühle, eingeschränkte Leistungsfähigkeit sowie schwere Angstzustände, wie ihre Anwältin Karin Prutsch-Lang beschreibt.
Rechtsstreit und Systemfrage
Prutsch-Lang fordert Entschädigung von der KAGes, den steiermärkischen Krankenanstalten. Die KAGes gibt aktuell keine Stellungnahme ab – das Gericht soll den komplexen Fall klären. Der Bericht verweist zudem auf ähnliche Fälle, etwa einer jungen Frau, der eine gesunde Gebärmutter entfernt wurde, weil eine Gewebeprobe angeblich kontaminiert war.
BLICKWECHSEL beleuchtet in der Sendung nicht nur diesen Einzelfall, sondern fragt nach den Ursachen von Fehldiagnosen in heimischen Laboren und Krankenhäusern und welche fatalen Folgen sie für Betroffene haben können – begleitet von weiteren Beispielen und Expertenstimmen.
(fd/apa)