Größter Kokain-Fund Europas

im Hamburger Hafen

(24.02.2021) (update 14:10) Darüber würde sich jeder Drogenbaron freuen. Auch der Zoll freut sich. Der hat nämlich im Hamburger Hafen die größte Menge an Kokain gefunden, die jemals in Europa beschlagnahmt wurde. Die Zöllner hätten die Container nach einer Risikoanalyse zur genaueren Untersuchung in die Containerprüfanlage im Hamburger Hafen gebracht. Hinter Dosen mit echter Ware seien die Beamten auf 20 Kilogramm schwere Blechkanister gestoßen, darin jeweils acht Kokainpakete mit mehr als neun Kilo Gewicht. Mehr als 1.700 Dosen seien mit Rauschgift gefüllt gewesen.

Insgesamt seien in fünf Containern aus Paraguay mehr als 16 Tonnen Kokain entdeckt worden, teilte das Zollfahndungsamt heute mit. In Folge der deutschen Ermittlungen seien in Belgien noch weitere sieben Tonnen Kokain beschlagnahmt worden, der Gesamtwert des Rauschgifts betrage mehrere Milliarden Euro.

Jetzt ist ein Mann aus Vlaardingen bei Rotterdam festgenommen worden. Der 28-Jährige sei verdächtig, für die Einfuhr der insgesamt über 23 Tonnen Kokain verantwortlich zu sein. Die enorme Menge an Kokain hätte nach Angaben des Zollfahndungsamts im Straßenverkauf mehrere Milliarden Euro eingebracht.

"Mit diesem Schlag gegen die organisierte Rauschgiftkriminalität - auch dank der vorbildlichen Zusammenarbeit mit den europäischen Partnerbehörden - hat der deutsche Zoll seine Schlagkraft erneut eindrucksvoll bewiesen", erklärte der für den Zoll zuständige Staatssekretär im deutschen Finanzministerium, Rolf Bösinger. Die weiteren Ermittlungen würden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hamburg und in enger Abstimmung mit den niederländischen Kollegen durch das Zollfahndungsamt Hamburg geführt.

(fd/apa)

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