Haie mit sozialer Ader

Studie: "komplexes Sozialleben"

(18.03.2026) Die Haie haben in der allgemeinen Wahrnehmung den Ruf blutrünstiger Killer, die oft allein unterwegs sind. Neue Forschungen zeigen aber, dass die Tiere durchaus eine soziale Ader haben. In einem Haischutzgebiet in Fidschi konnte man jetzt beobachten, dass die dort beobachteten Bullenhaie sogar Freunde haben.

Seit längerem ist bekannt, dass die Meeresbewohner mit scharfen Zähnen Verbindungen mit anderen Artgenossen nutzen und auch abseits der Jagd mit manchen Tieren mehr Zeit verbringen als mit anderen. Für eine neu erschienene Studie hat man nun sechs Jahre lang Daten aus dem „Shark Reef Marine Reserve“ in Fidschi gesammelt.

Beobachtet wurden in der Zeit über 180 dort ansässige Bullenhaie, die als sehr aggressiv und unberechenbar gelten. Es wurde neben der Anzahl auch vor allem die sozialen Kontakte erfasst. Schwimmen Tiere nebeneinander, folgen sie sich oder lassen sich gegenseitig den Vortritt.

Die Forscher konnten beobachten, dass das soziale Verhalten altersabhängig ist. Demnach sind erwachsene Haie, die reproduktionsfähig sind, am meisten bei sozialen Verbindungen dabei. Man konnte auch feststellen, dass die Verbindung zwischen gleichgroßen Tieren stärker ist.

Jüngere und ältere Haie seien nicht so stark an sozialen Kontakten interessiert. Für die älteren Exemplare ist das laut Erstautorin Natasha Marosi nicht mehr überlebenswichtig, während sich die jungen Tiere oft in anderen Regionen aufhalten und Abstand zu den erwachsenen Haien pflegen. Ein paar mutige Junghaie konnte man aber beobachten, die sich angenähert haben. Hier geht es darum, sich Fähigkeiten abzuschauen und anzueignen.

Auch steht fest, dass beide Geschlechter mehr die Nähe zu den Weibchen suchen, jedoch die Männchen mehr soziale Kontakte haben. Das liegt potenziell daran, dass sie etwas kleiner sind und somit mehr Nutzen aus dem Verbund ziehen können.

Die Studie stellt fest, dass Haie ein komplexes Sozialleben führen und dass wir erst am Anfang sind, dieses zu verstehen. Durch die sozialen Verbindungen werden neue Fähigkeiten wie die Nahrungs- und Partnersuche erlernt. Außerdem bietet die Gruppe Schutz vor Angriffen.

(sp)

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