Hegseth verneint Regimewechsel
Iran: „kein endloser Krieg“
(02.03.2026) Der andauernde Militäreinsatz der USA gegen den Iran soll laut US-Verteidigungsminister Pete Hegseth nicht auf einen Regimewechsel in Teheran abzielen. „Dies ist kein sogenannter Regimewechselkrieg“, sagte Hegseth bei einer Pressekonferenz in Washington. Zugleich erklärte er: „Das Regime hat sich tatsächlich geändert, und die Welt ist dadurch besser dran.“ Hegseth betonte außerdem, die USA hätten den Krieg nicht begonnen – „aber unter Präsident Donald Trump beenden wir ihn“.
Israel und USA greifen Iran an – Khamenei getötet
Am Samstag hatten Israel und die USA militärische Angriffe auf den Iran gestartet. Nach israelischen Angaben wurde dabei Irans Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Khamenei getötet. Teheran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel sowie auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion. Die Lage im Nahen Osten bleibt damit hoch angespannt.
Bodentruppen nicht ausgeschlossen
Hegseth erklärte, derzeit seien keine US-Bodentruppen im Iran im Einsatz, schloss eine Entsendung jedoch nicht kategorisch aus.
„Präsident Trump sorgt dafür, dass unsere Feinde verstehen, dass wir so weit gehen, wie wir es müssen“, sagte der Pentagonchef.
Gleichzeitig betonte er, dass es sich nicht um einen langfristigen Krieg wie im Irak oder Afghanistan handeln solle:
„Dies ist nicht der Irak. Dies ist kein endloser Krieg.“
Die Ziele der USA seien klar definiert:
- Zerstörung der Raketenbedrohung
- Ausschaltung der iranischen Marine
- Verhinderung iranischer Atomwaffen
Kritik an „traditionellen Verbündeten“
Hegseth übte scharfe Kritik an nicht näher genannten „traditionellen Verbündeten“ der USA. Diese würden beim Einsatz militärischer Gewalt „zögern und zaudern“. Israel bezeichnete er hingegen als „fähigen Partner“.
Die Aussagen deuten auf Spannungen zwischen den USA und europäischen Bündnispartnern hin.
US-Generalstabschef: Einsatz dauert länger
US-Generalstabschef Dan Caine erklärte, der Militäreinsatz gegen den Iran werde nicht kurzfristig abgeschlossen sein. „Das ist kein Einsatz, der nach einer Nacht beendet ist“, sagte Caine. Es werde einige Zeit dauern, alle militärischen Ziele zu erreichen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor laut einem Bericht der „Daily Mail“ erklärt, der Krieg könnte etwa vier Wochen dauern – möglicherweise auch kürzer.
Lufthoheit über Iran – weitere Verluste erwartet
Nach Angaben von Caine haben die USA mittlerweile die Luftherrschaft über dem Iran erlangt. Diese ermögliche es, militärische Operationen fortzusetzen und eigene Kräfte besser zu schützen. Gleichzeitig warnte der General vor weiteren Verlusten. Das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) bestätigte, dass inzwischen vier US-Soldaten im Einsatz getötet wurden.
Nahost-Krieg 2026: Internationale Auswirkungen
Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran könnte weitreichende geopolitische Folgen haben. Neben militärischen Eskalationsrisiken stehen auch:
- Stabilität in der Golfregion
- Ölpreise und Energiemärkte
- Beziehungen zwischen USA und Europa
- Sicherheit Israels
Im Fokus der internationalen Politik.
Ob der Konflikt tatsächlich zeitlich begrenzt bleibt oder sich zu einem größeren regionalen Krieg ausweitet, bleibt derzeit offen.
(fd/apa)